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Celle Stadt Celler Linke kritisieren Jugendhilfe-Deal
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler Linke kritisieren Jugendhilfe-Deal
17:30 05.01.2018
Von Michael Ende
Celle Stadt

Nach der Vereinbarung zwischen Landrat Klaus Wiswe (CDU) und Oberbürgermeister Jörg Nigge (CDU) sei aus dem Rathaus kommuniziert worden, dass die Stadt 2,8 Millionen Euro sparen könne. Dass hier aus Sicht der Steuerzahler nur das Prinzip „Linke Tasche, rechte Tasche“ umgesetzt werde, meint Oliver Müller (BSG), der diese "Milchmädchenrechnung" kritisiert: „Es ist zwar richtig, dass der städtische Haushalt um diesen Betrag entlastet wird, aber auf der anderen Seite wird in identischer Höhe der Haushalt des Landkreises belastet.“

"Willkommen in Schilda": Müller verweist auf eine "besondere Absurdität" des Vorgangs: „Wenn der Landkreis wieder Träger der Jugendhilfe ist, läuft es darauf hinaus, dass er für die Mitarbeiter Büros von der Stadt Celle anmieten wird. Das ist zwar gut für den Haushalt der Stadt, unterm Strich aber absurd, weil die Jugendhilfe als Kostenstelle dadurch nicht billiger, sondern teurer wird. Die viel beschworenen Synergieeffekte werden dadurch mit Sicherheit aufgefressen. Willkommen im Rathaus von Schilda.“

Für die Fraktion Die Linke/BSG sei klar, dass der Landrat und der Oberbürgermeister jetzt "mit offenen Karten spielen" sollten. Müller: „Weder haben die Steuerzahler unterm Strich etwas von der Rückübertragung an den Landkreis, noch die Mitarbeiter und schon gar nicht die auf Jugendhilfe Angewiesenen. Was also soll das Ganze?“

"Alles in einer Hand": "Aus Sicht des Landrates sollte die Handlungs- und Finanzverantwortung möglichst in einer Hand liegen. Dies gilt gerade im Bereich der Jugendhilfe", heißt es dazu aus der Pressestelle des Landkreises: "Hinzu kommt, dass hier nicht unerhebliche Synergieeffekte zu erwarten sind."

"Strukturen überprüfen": Eine spürbare Entlastung des städtischen Haushaltes sei absolut unverzichtbar, betont Celles Erster Stadtrat und Stadtkämmerer Thomas Bertram: "Nur so kann die die städtische Entscheidungs- und Finanzhoheit dauerhaft erhalten bleiben. Dazu sind auch gewachsene Strukturen zu überprüfen. Es ist nicht sinnvoll, ein und dieselbe Aufgabe in zwei getrennten Verwaltungen durchführen zu lassen. Die Bündelung der Aufgaben in einer Hand verspricht auf beiden Seiten nicht nur finanzielle Vorteile und liegt damit im Interesse des Steuerzahlers.“

Sein Name ziert eine Straße in Dresdens Sängerviertel – und wenn es nach Peter Fündeling geht, sollte auch bald eine Straße in Celle den Namen des Opernsängers Heinrich Gudehus tragen. Schließlich gehöre er zu den bekanntesten Söhnen der Stadt.

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Nach der Bauernregel „Ist bis Dreikönigstag (6. Januar) kein Winter, so kommt auch keiner mehr dahinter“ sieht es für den Winter weiterhin schlecht aus. Denn sind der Dezember und die Tage bis zum 6. Januar insgesamt wärmer als im vieljährigen Durchschnitt, wird der Januar in 70 Prozent und der Februar in 60 Prozent aller Fälle ebenfalls zu warm.

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