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Celle Stadt Celler Politik muss nachsitzen
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler Politik muss nachsitzen
09:52 22.06.2018
Von Michael Ende
Quelle: Oliver Knoblich
Celle Stadt

Dabei hatte Stadtbaurat Ulrich Kinder dringend davor gewarnt, bereits im kommenden Jahr in die mit rund 16,7 Millionen Euro veranschlagte städtebauliche Sanierung Neuenhäusens einzusteigen: "Das wird die Kommunalaufsicht nicht billigen." In Hannover werde man peinlichst darauf achten, dass das weit überdurchschnittlich verschuldete Celle sich endlich auf den Weg in Richtung Haushaltskonsolidierung mache. Da passe ein neues Zig-Millionen-Projekt nicht ins Bild, so Kinder. Der Haushalt für 2019 sei auch ohne Neuenhäusen bereits jetzt "komplett ausgereizt", pflichtete Kämmerer Thomas Bertram ihm bei.

Bei der Sanierung geht es um ein 47 Hektar großes Gebiet südlich der Bahnhofstraße. Hier bieten das ehemalige Stadtwerke-Gelände, das Areal um den Güterbahnhof und das vormalige Trüller-Grundstück Entwicklungspotenzial. Die Sanierungskosten werden mit 12,9 Millionen Euro veranschlagt. Davon müsste die Stadt 4,3 Millionen Euro tragen. Dazu kämen noch einmal 3,8 Millionen Euro an nicht förderfähigen Kosten, die auch die Stadt bezahlen müsste. Würde man Neuenhäusen für das Förderprogramm anmelden, hätte dies zur Folge, dass andere Investitionen, etwa im Straßenbau, verschoben werden müssten, sagte Klaus Didschies (CDU): "Kirchturmpolitik" von Ratsmitgliedern aus Neuenhäusen sei fehl am Platze.

Das zielte gegen Neuenhäusens Ortsbürgermeister Jörg Rodenwaldt (SPD). Der warb wortgewandt für die Sanierung seines Viertels. Neuenhäusen sei "jünger, bunter und ärmer" als der Rest der Stadt. Der "wohl urbanste Kiez Celles" verdiene eine Aufwertung. Diesen Argumenten folgte eine Mehrheit im Rat und lehnte den Vorschlag der Verwaltung, das Thema ins nächste Jahr zu vertagen, ab.

Da die Verwaltung in Erwartung dieser Entscheidung bereits einen "provisorischen" Antrag zur Aufnahme Neuenhäusens ins Städtebauförderungsprogramm „Stadtumbau“ gestellt hatte, ging man bei der Ratsmehrheit davon aus, dass die Ablehnung des Verwaltungsvorschlags bereits der Auftrag zum Stellen eines vollständigen Antrags zur Aufnahme ins Programm sei. Ist das so? Im Rathaus schüttelt man den Kopf.

Der Rat müsse noch einmal ran, so die städtische Pressesprecherin Myriam Meißner auf CZ-Nachfrage: "Im Nachklang zur Abstimmung während der gestrigen Ratssitzung müsste der Beschluss aus unserer Sicht noch klarer gefasst werden. Das wollen wir in der Ratssitzung nach der Sommerpause am 25. August nachholen. Wir hatten seinerzeit schon vorbehaltlich des Ratsbeschlusses einen Förderantrag gestellt. Entsprechend klären wir aktuell mit dem Land als Fördergeber, ob es ausreicht, wenn der dazugehörige Beschluss im August nachgereicht wird."

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