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Celle Stadt Celler Rocker in Röcken
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler Rocker in Röcken
17:26 07.01.2018
Der Funke sprang sofort über: Mit rockigen Tönnen lieferten die Keltics am Samstag ein fulminantes Neujahrskonzert ab. Quelle: Michael Schäfer
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Zum Auftakt sticht nicht nur das fehlende Beinkleid der Musiker ins Auge, sondern auch die Art des Erscheinens. Die siebenköpfige Band betritt die Bühne nicht wie andere aus dem Off – sie halten regelrecht Einzug quer durchs Publikum, das die große Halle bis auf den letzten Platz in Beschlag genommen hat. „Wir wollen tanzen, feiern singen“, begrüßt Frontman Thys Bouma sein Publikum und füllt sein Versprechen in bester irisch-schottischer Folk-Tradion.

„Ich habe auch neuere Songs dabei, aber dieses ist jetzt noch old school“, setzt Bouma den Dialog mit seinen Gästen fort, der wirkt, als träfen hier alte Freunde aufeinander. Und so ist es auch, die Band geht auf Tuchfühlung mit ihren Fans. Energiebündel Bouma setzt sein Instrumentarium, angefangen von der wunderbar tiefen Stimme bis zu den nie still stehenden und in Wollsocken steckenden Füßen, ein, um mitzureißen. Er feiert, begleitet von seinen Musikern an Schlagzeug, Flöte, Dudelsack, Gitarren und Akkordeon, eine Privatparty mit tausend Gästen, ohne Bühnensteg in die Menge hinein geht hier nichts. „Leaving of Liverpool“ und „Black ist the colour“ gehören zum bewährten Folk-Repertoire, aber das allein macht die Band nicht aus. „Wir sind eine Mischung aus Folk und Metal, und diese Mischung haben wir auch in unserem neuen selbst geschriebenen Song zum Ausdruck gebracht“, kündigt er „Slovenian Metal Girl“ aus der eigenen Feder an.

Es reiht sich ein in die rockigen Klänge, die er unter anderem zum Andenken an vor nicht allzu langer Zeit verstorbene Musiker wie Lemmy Kilmister von Motörhead anstimmt. Ganz neu auch das plötzliche Erscheinen teufelsähnlicher Wesen auf der Bühne, vor denen die Musiker noch nicht die Flucht ins Publikum antreten, aber das Bad in der Menge gegen Ende eines Konzertes der Superlative darf nicht fehlen. Auch im neuen Jahr hat die Truppe rund um Thys Bouma unter Beweis gestellt: Keltics sind Kult.

Von Anke Schlicht

Es ist dem stillen Beobachter am Rande des Geschehens nicht anzusehen, ob er am Samstagnachmittag notgedrungen oder aus freien Stücken mitgegangen ist in die CD-Kaserne. Die „Keltics for Kids“ stehen auf dem Programm, und dem Alter der Zielgruppe ist der distinguierte Herr, der der tanzenden, singenden oder spielenden Zuschauerschar in der großen Halle zusieht, längst entwachsen. „Das ist eine wunderbare Atmosphäre“, sagt er, als die Polonaise beendet ist und ein kurzer Moment der Ruhe aufkommt, während die Truppe rund um Frontman Thys Bouma den Rückweg auf die Bühne antritt, um das außergewöhnliche Konzert fortzusetzen.

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