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Celle Stadt Celler SPD kritisiert Jugendhilfe-„Chaos“
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler SPD kritisiert Jugendhilfe-„Chaos“
14:06 08.06.2018
Von Michael Ende
Celle Stadt

SPD-Ratsherr Christoph Engelen ist nach eigenen Angaben „erschüttert“ über die Folgen der Abgabe der Jugendhilfe, die sich schon heute abzeichneten. „Und das ist keine Schwarzmalerei,“ sagt SPD-Stadtratsfraktionschef Patrick Brammer: „Die Auswirkungen werden schon jetzt deutlich.“

Die Projekte Pace, Café Frau Amboss, „Leben und Lernen im Stadtteil Hehlentor“ oder „Gut ankommen in Niedersachsen“ hätten nur noch finanzielle Planungssicherheit bis zum Jahresende, erklärt Engelen: „Ob, wie und in welcher Form sie über den Jahreswechsel weitergeführt werden ist noch völlig unklar.“

Fest steht bereits, dass Pace nicht weitergeführt wird. Dieser Beschluss wurde von der konservativen Mehrheits mit den Stimmen der AFD gefällt. „Dabei war dieses Projekt ein so wertvolles Angebot für Jugendliche, die durch alle Raster gefallen sind und bei Pace einen Schulabschluss machen oder in eine Ausbildung integriert werden konnten,“ meint Engelen. „Das gleiche Schicksal soll das Café Frau Amboss haben,“ schüttelt der Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses den Kopf. Er bemängelt auch, dass im Vorfeld der jüngsten Ausschusssitzung die Tagesordnung nicht mit ihm abgesprochen worden sei.

„Verursacher dieser chaotischen Zustände ist der Oberbürgermeister. In seinem Team scheint die linke Hand nicht zu wissen, was die rechte gerade plant,“ so Joachim Schulze (SPD). „Diese Maßnahme, die gegen den ausdrücklichen Willen der Celler SPD abgestimmt wurde, ist bemerkenswert dilettantisch vom Oberbürgermeister inszeniert worden.“

Oberbürgermeister Jörg Nigge (CDU) sagt, er würde sich in der Diskussion „etwas mehr Selbstreflexion und Sachlichkeit“ wünschen. „Die prognostischen Fähigkeiten der SPD in Bezug auf die Qualität der Jugendhilfe im nächsten Jahr sind erstaunlich. Hätten sie diese in den letzten zehn Jahren auch gehabt, hätten sie uns vielleicht nicht in dieses finanzpolitische Dilemma mit 300 Millionen Euro Schulden geführt.“ Alleine in den letzten zehn Jahren seien 100 Millionen Euro neuer Schulden angehäuft worden: „Sozialpolitisch fahren wir in Celle einen Ferrari höchster Qualität, über den andere Kommunen hinsichtlich unserer finanziellen Situation nur noch den Kopf schütteln.“

Während die Planer der Celler B3-Ostumgehung versuchen, die Vorbereitungen für den Bau der umstrittenen Straße möglichst geradlinig voranzutreiben, bewegen sich ihre Gegner im argumentativen Kreisverkehr. Jetzt bemängeln sie, dass der von ihnen geforderte Fledermausschutz die Landschaft verändert und zudem teuer ist. Bei einer Info-Veranstaltung am Montag werden Straßenplaner und Kritiker über das Projekt diskutieren.

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