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Celle Stadt Celler Senioren wollen mit Flüchtlingen eine Begegnungsstätte eröffnen
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler Senioren wollen mit Flüchtlingen eine Begegnungsstätte eröffnen
17:58 25.03.2018
Die Senioren wollen zusammen mit den Flüchtlingen Abdullah und Ammar Diab eine Begegnungsstätte eröffnen. Quelle: David Borghoff
Celle Stadt

Die Idee für dieses Zusammentreffen stammt von der Cellerin Ulla Mehls. Die Rentnerin träumte schon lange davon, eine Begegnungsstätte für Menschen zu eröffnen. Als sie die beiden Flüchtlinge kennenlernte, wuchs die Idee. „Einerseits möchte ich eine Anlaufstelle für all diejenigen schaffen, die sich einsam fühlen und nicht wissen, wo sie sonst hingehen können“, erzählt sie von ihren Beweggründen. Genauso sehr am Herzen liege ihr aber auch, junge Flüchtlinge dabei zu unterstützen, sich in die Gesellschaft zu integrieren. „Es soll jeder etwas davon haben. Die jungen Männer sollen von ihrem Land erzählen, von ihren Bräuchen, ihrem Essen und ihrer Kultur. Wir Senioren freuen uns, neue Dinge kennenzulernen und erzählen natürlich auch aus unserem Leben.“

Der leckere Duft, der schon im Hausflur wahrnehmbar ist, wird in der gemütlichen Stube intensiver. Auf dem gedeckten Tisch stehen unterschiedliche Speisen. Die meisten sehen auf den ersten Blick ungewöhnlich und fremd aus. „Es gibt Kabsa, ein arabisches Reisgericht mit Hühnchen, außerdem gefüllte Weinblätter, Hummus und ein Salat aus Petersilie und Granatapfel“, beschreibt Diab die liebevoll angerichtete Tafel. Er stand den ganzen Tag in der Küche, um all die Köstlichkeiten vorzubereiten. „Kochen ist mein Hobby“, schwärmt er.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde steht also Probieren und Genießen auf dem Programm. „Es schmeckt ganz wunderbar. Ich profitiere generell sehr von dem Austausch mit den beiden“, freut sich Mehls. Wenn es nach ihr ginge, dann soll dieses Beisammensein ein festes Ritual werden. Sie stelle sich eine bunte Gruppe vor, in der sich jeder mit dem einbringen kann, was er am besten kann. „Ammar spielt zum Beispiel Klavier, Abdullah kocht für sein Leben gern. Ich wiederum schreibe gerne Geschichten. Und so hat jeder ein Talent, welches er mit uns teilen kann.“ Auf Interesse stößt das Konzept bei den Anwesenden in jedem Fall. „Ich bin gespannt, wie es weitergeht und wünsche mir, dass noch neue Menschen dazukommen und ihre eigenen Ideen mitbringen“, beschreibt Klaus Bergmann seinen ersten Eindruck.

Während des Essens entsteht ein interessanter Dialog. Die einen teilen deutsche Sprichwörter, die anderen berichten von Redensarten aus Syrien. „Deutsch lernt man nicht im Sprachkurs, sondern im Gespräch mit Menschen“, weiß der 24-jährige Ammar Diab. Deswegen sei diese Art der Beteiligung für ihn besonders wichtig. „Ich möchte gerne Sozialpädagogik studieren, dafür muss ich aber erstmal die Sprache beherrschen“, sagt er, wendet sich wieder seinem Gesprächspartner zu und erzählt von seiner Heimat.

Man spürt in diesem Raum die gelebte Integration, nicht nur bei den Geflüchteten, sondern auch bei den Senioren. „Durch eine Begegnungsstätte haben die Älteren unter uns eine Möglichkeit am Leben teilzuhaben und auch den Austausch mit jungen Menschen zu finden“, unterstreicht Mehls ihre Absichten. In diesem Moment kommt Diab mit einem neuen Tablett um die Ecke. „Ich habe noch einen Nachtisch gebacken“, sagt er und verteilt süße Blätterteig-Teilchen. Als schließlich alle satt und zufrieden nach Hause gehen, spürt man bereits Vorfreude auf das nächste Zusammentreffen. „Ich hoffe, dass noch viele andere Senioren und Flüchtlinge von uns erfahren und Lust bekommen, zu uns zu stoßen“, resümiert Mehls – mit einem zufriedenen Lächeln auf den Lippen – den Abend.

Von Marie Nehrenberg

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