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Celle Stadt Celler Umgeheungs-Gegner im Kreisverkehr der Argumente
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler Umgeheungs-Gegner im Kreisverkehr der Argumente
17:42 08.06.2018
Von Michael Ende
Quelle: Fremdfotos/eingesandt
Celle Stadt

XXXL-Schutz: Rund zwei Jahre lang hatte der Bau des Ostumgehungs-Mittelabschnitts mit der problematischen Allerquerung auf Eis gelegen. Im April 2016 hatte das Oberverwaltungsgericht Lüneburg (OVG) geurteilt, dass die Ostumgehung ein notwendiges Vorhaben sei, und gleichzeitig den Planern die Hausaufgabe gegeben, den Schutz der Fledermäuse noch weiter zu intensivieren. Es müsse gewährleistet werden, dass sich die Zahl der Verkehrs-Opfer unter den Flugsäugern nach dem Bau der Umgehung „nicht in signifikanter Weise erhöht“, hieß es. Bis vor das Bundesverwaltungsgericht sind die Gegner der Planung des Kernstücks der Umgehungsstraße gezogen. Durchgesetzt haben sie, dass der Fledermausschutz erheblich intensiviert werden muss.

Tiefflieger-Brücken: Für die neue B3 im etwa 5,5 Kilometer langen Abschnitt zwischen der B214 in Altencelle und der B191 im Norden der Stadt sind unter anderem drei „Fledermausbrücken“ vorgesehen. Diese Überführungen sollen gewährleisten, dass die Tiere im Verlauf ihrer Flugroute gefahrlos über die neue Schnellstraße geleitet werden. In weiteren für Fledermäuse wichtigen Bereichen sind beidseitig der B3 Leiteinrichtungen in Form von vier Meter hohen Zäunen geplant, die mit den ohnehin vorgesehenen Wildschutzzäunen kombiniert werden sollen.

Teure Verbesserungen: Unter anderem an diesen Riesen-Zäunen stört sich Helga Habekost von der Anti-Ostumgehungs-Initiative „Im Interesse Aller“. Sie bemängelt auch, dass die Kosten des Umgehungs-Mittelteils, die Ende 2016 auf mindestens 60 Millionen Euro beziffert wurden, unter anderem durch die Fledermausbrücken oder zum Schutz der Tiere erhöhte Strommasten um etliche Millionen Euro teurer würden: „Die Auen-Landschaft im Osten der Stadt bedarf zwar eines besonderen Schutzes – nicht aber ausufernder Kosten.“ Neue „Lärm-Betroffenheiten“ entstünden aufgrund der Straßen- und Brücken-Erhöhung für die „Freitagsgraben-Fledermäuse in Lachtehausen“, so Habekost.

Hochwasserschutz: Lachtehausens stellvertretende Ortsbürgermeisterin Annegret Pfützner (Grüne) sieht die Hochwassergefahr durch die Ostumgehung verschärft: „Der Ortsrat sieht die Notwendigkeit der Vorbeugung der Hochwassergefahr durch weitere Rückhalteflächen im Bereich des Überschwemmungsgebiets Freitagsgraben.“ Durch die weitere Versiegelung und den Damm der Ortsumgehung würden die niedrig gelegenen Häuser bei einem potentiellen Hochwasser im Überschwemmungsgebiet des Freitagsgrabens gefährdet.

Für sofortigen Bau: Unterdessen haben bereits 3662 Unterstützer bei der Facebook-Petition für den sofortigen Weiterbau der Ostumgehung unterzeichnet. Der Celler CDU-Landtagsabgeordnete Thomas Adasch weist darauf hin, dass die finanziellen Mittel des Bundes zur Verfügung stünden: "Sobald es grünes Licht gibt, kann sofort mit dem Bau begonnen werden.“ Im Verkehrsministerium in Hannover rechnet man mit keinem weiteren Rechtsstreit, da den artenschutzrechtlichen Einwänden der Naturschützer nun entsprochen werde. Angepeilt wird ein Baubeginn im nächsten Jahr.

Den aktuellen Stand der Planungen für den Mittelteil der Ostumgehung erläutern am Montag, 11. Juni, ab 18 Uhr Experten der Landesstraßenbaubehörde bei einem Info-Abend der Stadt Celle im Altenhäger Gemeindehaus, Berkefeldweg 74.

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