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Celle Stadt Celler spenden tapfer weiter Blut
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler spenden tapfer weiter Blut
16:36 02.08.2018
Von Dagny Siebke
Während dem DRK in Niedersachsen und Bremen alleine 400 bis 450 Spender pro Tag fehlen, sind in Celle die geplanten Spendezahlen erreicht worden. Quelle: Bernd Wüstneck
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Der DRK-Blutspendedienst NSTOB ist für die Bundesländer Niedersachsen, Bremen, Thüringen und Sachsen-Anhalt zuständig. Während der vergangenen sechs Monate ist dort insgesamt die Zahl der Spender dramatisch gesunken. „Der Konservenbestand ist infolge der Grippewelle im Frühjahr und der warmen Tage im Mai und Juni an der Unterkante“, erläutert Baulke.

Alleine in Niedersachsen und Bremen fehlten dem DRK 400 bis 450 Spender pro Tag. Dort würden täglich 2.300 Blutspender benötigt. „Bei weiteren Spenderrückgängen können innerhalb von zwei Tagen Versorgungsengpässe entstehen“, warnt Baulke.

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In Celle reagiert AKH-Sprecherin Sigrid Jürgensmann gelassen: „Das AKH hat ausreichend Blutkonserven und es gibt keine Einschränkungen.“ Geordert werden die Blutkonserven bei übergeordneten Blutbanken, zum Beispiel DRK. Nur diese sind ermächtigt, von Spendern Blut abzunehmen und weiter zu verarbeiten.

Selbst bei einer großen Zahl von Verletzten bestehe keine Gefahr, sagt Jürgensmann: „Bei einem großen Unglück entsteht kein Mangel in der Blutversorgung, weil die Verletzten gleichmäßig auf verschiedene Kliniken aufgeteilt werden.“

Weil Blutspenden größtenteils nur vier Tage haltbar seien, könne man in kühlen Perioden keine allzu großen Bestände auf Vorrat anlegen, erklärt DRK-Sprecher Baulke. Der Spendedienst sei deshalb auf regelmäßige Spenden zu jeder Jahreszeit angewiesen. Auch bei Hitze gebe es kein nennenswert erhöhtes gesundheitliches Risiko für Blutspender. Das DRK will die Spende so angenehm wie möglich gestalten: „Im Rahmen unserer Möglichkeiten versuchen wir, die Spenderäume runter zu kühlen. Auf vielen Terminen gibt es ein besonderes gekühltes Getränkeangebot oder Eis.“ Um mögliche Spender zu überzeugen, werden immer mehr Menschen persönlich eingeladen. Zudem wirbt das DRK in den Sozialen Netzwerken für Blutspenden.