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Celle Stadt Celles älteste Autofahrerin feiert 100. Geburtstag
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celles älteste Autofahrerin feiert 100. Geburtstag
10:08 23.03.2018
Von Audrey-Lynn Struck
Der Gleichgewichtskeimling von Wolf E. Schultz gefällt der 100-Jährigen Brigitte Feldhaus besonders gut. "Gleichgewicht ist das Wichtigste im Leben. Wir sind doch ständig im Hin und Her", so die Cellerin. Quelle: Audrey-Lynn Struck
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"Die Menschen fragen mich immer: Wie hast du das gemacht? Ich sage dann immer: Ich habe alles verloren. Ich war in Gefangenschaft und hatte Krebs. Danach fragen die Leute nicht mehr", erzählt die Cellerin. Nachdem sie die Fachschule zur Jugendleiterin absolviert hatte, leitete sie ein Kindergärtner-Seminar in Danzig. Selbst als sie in Dänemark in Gefangenschaft geriet, kam Stillstehen für sie nicht infrage. Stattdessen eröffnete sie in dem Lager einen Kindergarten. "Arbeit für sich, das Tun, hält lebendig", so die Jubilarin.

Später in Celle richtete Brigitte Feldhaus dann eine Berufsfachschule für Kinderpflege und Haushaltsgehilfinnen ein. Mit ihrer dritten eigenen Klasse von 1955 hält die 100-Jährige bis heute Kontakt. "Die kommen alle zwei Jahre zu Besuch und sind auch schon über 70. Das glaubt heute kein Mensch", sagt die Cellerin.

Auch dass die 100-Jährige immer noch alleine zu Hause wohnt und lediglich auf eine Brille sowie ihren Rollator angewiesen ist, ist kaum zu glauben. Zu ihrer täglichen Morgenroutine gehört ein Spaziergang um den Waldsee. "Das muss sein. Gleich nach dem Frühstück gehe ich los", sagt Brigitte Feldhaus. Anschließend fährt sie zum Einkaufen. "Aber ich habe mich entschlossen, ab heute nicht mehr Auto zu fahren. 100 ist eine schöne Zahl, um damit aufzuhören", so das Geburtstagskind. Neben ihrem wöchentlichen Wassergymnastik-Kurs telefoniert sie jeden Sonntag mit ihrer ehemaligen Wirtschaftsleiterin. "Die ist mittlerweile 106 Jahre alt", erzählt Brigitte Feldhaus.

Vergangenes Jahr bekam die Cellerin kurz vor Weihnachten einen Brief von ihrem Urenkel, der sie nach einer Lebensweisheit fragte. "Ich konnte ihm nichts sagen. Lebenserfahrung kann man nicht weitergeben", so die Seniorin. Sie könne ihm höchstens ein altes Kindergedicht mit auf den Weg geben: "Das will ich dir schreiben in Herz und Sinn, dass ich nicht für mich auf Erden bin. Dass ich die Liebe, von der ich leb, liebend an andere weiter geb. Das ist das einzige, was man weitergeben kann."

Die Hoffnungen der Celler Kommunalpolitik auf einen baldigen Weiterbau der B3-Ostumgehung sind aufs Neue zerstört worden: Nach fast zweijähriger Verfahrensdauer wies das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig die drei Nichtzulassungsbeschwerden gegen die Revision zum geplanten Mittelteil der Ortsumgehung mit der umstrittenen Allerquerung bei Altencelle zurück.

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