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Celle Stadt "Christlicher Glaube braucht Öffentlichkeit"
Celle Aus der Stadt Celle Stadt "Christlicher Glaube braucht Öffentlichkeit"
17:30 03.07.2011
Von Oliver Gatz
Besuch aus Hildesheim: Dechant Andrzej Tenerowicz (links) - mit Bischof Norbert Trelle. Quelle: Peter Müller
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Celle Stadt

300 Jahre katholische Kirche in Celle - ein besonderer Anlass, zu dem der Hildesheimer Bischof Norbert Trelle am Sonntag einen Festgottesdienst in der St. Ludwig-Kirche hielt und dabei nachdenkliche Worte an die Gläubigen und die geladenen Gäste richtete. Er erinnerte an den Bau der St. Peter und Paul-Kapelle im Jahre 1711, mit der die Katholiken in Celle und der Lüneburger Heide wieder ein Gotteshaus erhielten.

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"Christlicher Glaube braucht Öffentlichkeit", sagte Trelle in seiner Predigt. Die Gemeinschaft mit Gott müsse sichtbar sein. Kirche sollte den Menschen dienen - insbesondere den Schwachen - und nicht immer von sich selbst reden, mahnte der Bischof. Sie müsse in Demut und Güte den Menschen nahe sein. "Kirche ist kein Selbstbedienungsladen. Sie dient den Menschen. Da haben wir noch viel zu lernen", so der Bischof. Trelle begrüßte darüber hinaus die ökumenischen Gesten im Zusammenhang mit dem Jubiläumsjahr.

Beim Festakt im Pfarrheim St. Ludwig sagte Celles Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende (SPD), dass auch anderen Religionen Raum gegeben werden müsse, ihren Glauben auszuüben. Die Ökumene müsse mit Leben erfüllt werden. "Es gibt noch viele Vorbehalte", stellte Mende fest. Man sollte sich mit Respekt und Würde begegnen und die Sicht des anderen tolerieren.

Der stellvertretende Landrat Thomas Adasch (CDU) würdigte die Leistungen der Katholiken. "Das vielfältige soziale Wirken der katholischen Gemeinde im Landkreis Celle ist beeindruckend", sagte er. Oliver Gatz