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Celle Stadt In den Kofferraum passt ein Bett
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13:56 05.02.2019
Christoph Jacob fühlt sich wohl in seinem Oldtimer Dodge Polara aus dem Jahr 1964. Der Wagen ist 5,30 Meter lang und 1,92 Meter breit – also ein regelrechtes Schlachtschiff für die Straße. Quelle: Lothar H. Bluhm
Celle

Für Christoph Jacob steht eindeutig fest: Sein Vater hat ihn mit dem Oldtimer-Virus infiziert. „Damit wurde ich groß“, sagt der 26-Jährige heute.

Schon als kleiner Junge sei er in Meitze Trecker gefahren und Papa nahm ihn auf seiner Harley als Beifahrer gern mit. Und zu Urlaubsreisen nach Österreich oder zu den Großeltern an die Ostsee fuhr die Familie in einem SUV, einem Sport Utility Vehicle, also einer Geländelimousine. „Das waren schon immer ausgefallene Fahrzeuge, die wir hatten.“ Da war es kein Wunder, dass Christoph die Führerscheinprüfung schon vor seinem 18. Geburtstag bestanden hatte und er dann ungeduldig auf den großen Tag wartete.

Ein beeindruckender Dodge Polara von 1964

Jetzt hat Christoph Jacob selbst einen beeindruckenden Dodge Polara, Baujahr 1964. Wenn er hinten den Kofferraum öffnet, wird das Volumen des Gepäckteils deutlich, denn immerhin ist das Auto 5,30 Meter lang und und 1,92 Meter breit. „Da passt ja fast ein Bett rein“, lautet dann schon mal ein Kommentar. Es könnten theoretisch auch etliche Zementsäcke darin Platz finden.

Damit das zweitürige Auto aber trotz starker Beladung gut auf der Straße liegt, gibt es die Möglichkeit, mit Luftdruck das Niveau auszugleichen. „Das sind Hijacker Stoßdämpfer“, beschreibt Jacob das System, das auch bei Belastung einen ruhigen Lauf und gute Straßenlage gewährleisten soll. „Immerhin hat das Auto sechs Sitzplätze, jeweils drei nebeneinander, vorne und hinten.“

Oldtimertreffen in Winsen

Es sei eine Riesenfreude, im Sommer mit Freunden und Bekannten bei geöffneten Seitenfenstern durch die Landschaft zu cruisen. Zu Oldtimertreffen am Museumshof in Winsen oder zu Treffen in deutlich weiterer Entfernung. „Daran hab ich Gefallen gefunden“, sagt Christoph Jacob. Es finden sich nahezu überall schöne Treffen. Dazu meidet Jacob Routen über Autobahnen. „Ansonsten nutze ich schon jede Gelegenheit, um im Oldtimer zu fahren.“

Dann bewährt sich die Servolenkung, dann bewährt sich auch das Push-Button-Automatik-Getriebe mit drei Gängen, wobei es keinen Wahlhebel gibt, sondern einzelne Knöpfe, die gedrückt werden müssen. Die schwarzen Ledersitze wirken gemütlich, sind sie doch sehr weich gepolstert.

Ohne Sicherheitsgurte und rechten Außenspiegel

Ungewohnt ist für den heutigen Autofahrer, dass der Dodge Polara ohne Sicherheitsgurte und ohne rechten Außenspiegel daherkommt. „Das ist nicht nötig, da er ein H-Kennzeichen hat“, stellt Jacob fest und unterstreicht, dass er beim Fahren nichts vermisse. Der TÜV habe nach seinem umfangreichen Kriterienkatalog für historische Fahrzeuge dieses Auto auf Herz und Nieren geprüft.

Die Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit von technischen Prüfern spürte Jacob auch schon, als er vorher einen Pontiac, Baujahr 1964 kaufte und dem Sachverständigen zur Hauptuntersuchung vorstellte: „Der TÜV hat ein größeres Projekt für mich daraus gemacht. Und ich dachte, es sei alles in Ordnung …“

Rostfrei und ohne Schweißstelle

Die Folge: Jacob zerlegte seinen Pontiac total und wechselte etliche Teile aus. Als er merkte, dass sich die Restaurierung des Oldtimers noch hinziehen würde, hat er sich für den Dodge entschieden, denn er wollte ja fahren. Oldtimer fahren. Jetzt, fast zwei Jahre später, ist der Pontiac so weit, dass er ein H-Kennzeichen hat.

Wichtig ist Jacob, dass das Auto hundertprozentig rostfrei ist und es keine Schweißstellen am Fahrzeug gibt. Da macht es auch nichts, dass der großvolumige Motor rund 20 Liter pro 100 Kilometer Strecke benötigt: „Man rast ja nicht …“

Erster Polara 1960 gebaut

Der erste Polara wurde von Dodge in den Vereinigten Staaten 1960 gebaut. Es war damals das Spitzenmodell und verfügte über die beste Ausstattung. Und die Chromelemente betonen die Form des Fahrzeugs, kennzeichnen die kräftigen Stoßfänger. Auch Baureihen später war das noch so. Auch mit Varianten des Radstandes um die drei Meter. Jacob: „Daher auch der gewaltige Kofferraum.

Von Lothar H. Bluhm

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