Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Anmelden
Celle Stadt City-Verkehr: Politik will großen Wurf
Celle Aus der Stadt Celle Stadt City-Verkehr: Politik will großen Wurf
15:03 08.07.2011
Von Michael Ende
Celle Stadt

"Irgendwo im Bereich zwischen Allerbrücke und Mühlenstraße ist ein Verkehrsproblem zu lösen, das sich aus der Kreuzung dreier Bundesstraßen, einer Landesstraße und der Flussüberquerung ergibt", sagte FDP-Ratsherr Hans-Herbert Encke in der jüngsten Ratssitzung, als die Verwaltung beauftragt wurde, ein neues Verkehrskonzept für den Bereich Mühlenstraße, Neumarkt, Nordwall zu entwickeln. Dabei gehe es nicht nur um ein Verkehrsproblem, sondern um eine stadtplanerische Herausforderung, die alle Belange einer sozialen Stadt im Blick behalten müsse, so Encke: "Ich möchte deshalb den Stadtbaurat ausdrücklich ermuntern, die bei jeder neuen Verkehrsführung die städteplanerische Gesamtbetrachtung besonders zu gewichten. In dieser Hinsicht geschieht in unserer Stadt gegenwärtig Beispielhaftes."

In welche Richtung sich die Stadtplaner bewegen sollen, hat die Politik neu formuliert: Vom Tisch sind der ursprünglich beabsichtigte und heftig umstrittene zweispurige Ausbau der Richard-Katzenstein-Straße, die Schließung der Hehlentorstraße für den Fahrzeugverkehr und die als unrealisierbar teuer verworfene Brückenplanung über das Museumsdepot zur Allerinsel. "Unabhängigen"-Fraktionschef Udo Hörstmann hatte dafür plädiert, den städtischen Planern diese Brücken-Option offen zu halten. Hinsichtlich der Verkehrsführung soll sich in der Kanzleistraße nichts ändern. Das zentrale Ziel, den Nordwall im Zweirichtungsverkehr auszubauen, soll weiter verfolgt werden. Entsprochen wurde dem Antrag der CDU, dem zufolge die Verwaltung die Realisierung eines Kreisels im Bereich Neumarkt erneut eingehend prüfen soll.

CDU-Fraktionschef Heiko Gevers zeigte sich erfreut darüber, dass nun die Verkehrsplanung von 2006 aktualisiert werden könne: "Wir brauchen neue Lösungen." Das bestätigte auch Jürgen Rentsch (SPD): "Die Verwaltung muss jetzt neu planen." Dabei dürfe man aber auf keinen Fall den Fehler machen und den Zweirichtungsverkehr auf dem Nordwall in Frage stellen - schließlich sei der ein wichtiger Punkt bei der Ansiedlungs-Entscheidung des Elektronikhändlers Saturn am Nordwall gewesen, so Rentsch: "Jetzt ist auch nicht der Zeitpunkt, um über Details wie einzelne Parkplätze oder Bäume zu diskutieren. Jetzt geht es um das große Ganze." Encke: "Jetzt besteht die Möglichkeit für einen großen Wurf."