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Celle Stadt Claude Oliver Rudolph: „Habe mich durchgeboxt“
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Claude Oliver Rudolph: „Habe mich durchgeboxt“
13:52 13.06.2010
Claude Oliver Rudolph Quelle: Veranstalter
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Celle Stadt

Es wird eine „Nacht der Rebellen“, wenn Claude Oliver Rudolph nach Celle kommt. Das verspricht allein schon sein legendärer Ruf als TV-Bösewicht Nummer Eins und einziger Erbe Klaus Kinskis. Am 13. Februar wird er nicht der einzige Rebell in der CD-Kaserne sein, sondern auch Frankreichs ärgster Staatsfeind der 70er Jahre, Jacques Mesrine, dem Rudolph einen ganzen Abend widmen wird. Rudolph haucht dabei Mesrine wieder Leben ein, indem er nicht nur aus dessen Autobiographie „Der Todestrieb“ ließt, sondern diese literarischen Einschübe auch noch mit seiner „Rebellenband“ kombiniert. So wird Mesrine auch auf musikalische Art und Weise mit Gitarre, Akkordeon Bass und Drums gewürdigt.

Rudolph weiß schon im Vorfeld genau, welches Publikum zu ihm kommen wird. „Auf jeden Fall kein konservatives“, sagt Rudolph, der auf „Rebellen“ hofft. Die Zuhörer würde eine „einzigartige Show“ erwarten. Von wegen langweilige Lesung – Rudolph bietet seinen Gästen ein Multimediaspektakel mit Live-Musik. „Ich habe über Frankreichs Gangster und Staatsfeind Mesrine einen Dokumentationsfilm gedreht, da es mir wichtig ist, den Robin Hood Frankreichs auch den Deutschen vorzustellen“, betont Rudolph.

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Zusätzlich umrahmen Portraits von Rebellen der Geschichte den Abend, unter denen auch Bertolt Brecht und Jacky Vara sind. „Ich spanne einen Bogen der Literatur von über 4000 Jahren und würze bedeutende Persönlichkeiten aus der Film-Theater-Branche mit meinen ganz persönlichen Erfahrungen.“ Ob es böse, oder ganz zahme Anekdoten über Heiner Lauterbach und Co. werden, das sei ganz stimmungsabhängig. „Ich kann auch ganz brav oder romantisch sein, auf jeden Fall entstehen schöne Gespräche. Jede Stadt ist da wieder ganz anders.“

Schon früh hat er seine Liebe zur Literatur entdeckt. „Ich war völlig untalentiert, konnte weder malen noch Klavierspielen. Doch ich konnte schreiben. Mit 15 habe ich meine ersten Liebesgedichte verfasst – und seitdem einen Dauerauftrag bei meinen Schulkameraden bekommen.“

Seit jeher hat Rudolph rebelliert, das liegt einfach in seiner Natur. „Ich habe mir nie etwas sagen lassen, mich stets durchgeboxt und mir mein Rückgrat nicht brechen lassen“, erklärt er. Mit dieser Einstellung hat er es weit gebracht, ist er doch zum erfolgreichen Regisseur, Schauspieler und Drehbuchautoren aufgestiegen. Auch sein persönliches Ziel hat er erreicht : „Nun stehe ich auch im Lexikon.“ Doch damit hört es nicht auf, denn „ich bin noch kein Meister, sondern immer noch am Lernen.“

Veranstaltung:Karten gibt es im Vorverkauf an den üblichen Vorverkaufsstellen für 17,90 Euro. An der Abendkasse kosten die Karten 20 Euro. Beginn der Veranstaltung ist um 20 Uhr.

Von Rebekka Schrimpf