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Celle Stadt Dagnys Klima-Tagebuch: Zusammen mit Cellern kurz die Welt retten
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Dagnys Klima-Tagebuch: Zusammen mit Cellern kurz die Welt retten
17:48 21.03.2018
Von Dagny Siebke
Eine Woche lang zieht Dagny Siebke mit ihrem "ökologischen Rucksack" durch die Stadt und dokumentiert, wie klimafreundlich oder -feindlich sie unterwegs ist. Experten aus Celle geben ihr zu Alltagsthemen nützliche Tipps. Quelle: Daniel Pracht
Celle Stadt

Der Meeresspiegel steigt schneller, als Wissenschaftler eigentlich dachten. Eisbären verhungern, weil sie nicht mehr genug Fressen finden. 52 Inselstaaten sind existenziell bedroht. Auf einer Europa-Karte von National Geographic ist zu sehen, dass selbst Celle in Gefahr ist, wenn das gesamte Eis der Erde geschmolzen ist. Doch was tut die neue „GroKo“ dagegen? Wenig, denn sie gibt das Klimaziel für das Jahr 2020 auf und überlässt späteren Bundesregierungen den Kohleausstieg. Angela Merkels Kabinett könnte im Großen viel bewegen. Doch auch wir Konsumenten sind nicht machtlos, denn jeder Einzelne kann im Alltag Einfluss auf Umweltpolitik nehmen.

„Global denken, lokal handeln“, ist da so ein Stichwort. Was genau dahintersteht, möchte ich Ihnen in der kommenden Woche veranschaulichen. Um im Alltag das Bewusstsein für die Folgen unserer Konsumentscheidungen zu schärfen, führe ich sieben Tage lang ein „Klima-Tagebuch“. Passend zum Thema trägt es den Namen „Mein ökologischer Rucksack“. Unter dem Ressourcen-Rechner des „Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt und Energie“ steht dazu: „Der ökologische Rucksack drückt das Gewicht aller natürlichen Rohstoffe aus, die für unseren Konsum anfallen. Sprich: Alle Produkte inklusive ihrer Herstellung, Nutzung und Entsorgung. Für das Autofahren werden zum Beispiel nicht nur das Auto selbst und das Benzin, sondern anteilig auch die Eisenerzmine, die Stahlhütte und das Straßennetz gezählt.“ Umgerechnet etwa elf Tonnen CO₂ im Jahr verursacht jeder Deutsche im Durchschnitt.

Für mein Klima-Tagebuch untersuche ich jeden Tag einen anderen Schwerpunkt.
Es geht um die Themen Verkehr, Wohnen, Technik und vor allem den Einkauf: ob nun auf dem Wochenmarkt, in der Innenstadt oder im Internet. Während ich in Celle unterwegs bin, treffe ich verschiedene Experten, die mir Tipps geben, wie ich im Alltag die Umwelt schonen kann. Im Gespräch soll es nicht nur zahlentechnisch um die größten Klima-Killer gehen, sondern auch um die Frage, worauf ich tatsächlich auch langfristig verzichten könnte. Denn schließlich soll es nicht darum gehen, mir jegliche Bequemlichkeit und Freude am Leben zu verbieten.

In einer Woche erhoffe ich mir Impulse, wie ich mit weniger oder anderer Energie leben kann. Auf welche Weise ich noch von A nach B kommen kann. Und wie ich weniger kaufen und verbrauchen kann. Andere fasten für den Klimaschutz sieben Wochen lang von Aschermittwoch bis Ostersonntag, doch ich finde, dass eine Woche schon ein Anfang ist. Klimafasten macht noch mehr Freude, wenn Sie liebe Leser, Ihre Erfahrungen und Ideen mit der CZ auf Facebook teilen oder mir eine E-Mail an d.siebke@cellesche-zeitung.de schicken. Ich bin gespannt, wie es Ihnen gefällt.

Das komplette Klima-Tagebuch als Multimedia-Reportage finden Sie unter "Mein ökologischer Rucksack"

Erinnern Sie sich an die Blühflächen entlang des Wilhelm-Heinichen-Rings in Klein Hehlen, die im vergangenen Jahr so ausdauernd und intensiv blühten, dass manche Autofahrer angesichts der bunten Pracht Mühe hatten, sich auf den Verkehr zu konzentrieren? Diese bunten Wiesen, die nicht nur hübsch aussahen, sondern auch ein Refugium für Insekten waren, fungierten als Testlauf – als Prototyp. "Wir werten die Ergebnisse von Pflanz-Versuchen auf Blühstreifen etwa am Wilhelm-Heinichen-Ring aus", sagt Jens Hanssen, im Rathaus Fachbereichsleiter des städtischen Grünbetriebs. Sein Plan: In diesem Jahr soll es noch sehr viel mehr dieser Blumenwiesen in der Stadt geben.

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Die Not wächst; das Gerangel ums Essen wird immer schlimmer. Bei der Essener Tafel hat man auf den Andrang vieler junger Zuwanderer reagiert, indem die Tafel vorübergehend Lebensmittelspenden nur noch an Bürger mit deutschem Ausweis vergibt. Prompt wurden die Mitarbeiter der Essener Tafel als „Nazis“ beschimpft. Bei der Celler Tafel kennt man das Problem – und versucht es auf andere Art zu lösen.

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