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Celle Stadt Das Geheimnis des Herdensingens
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Das Geheimnis des Herdensingens
14:10 19.01.2018
Von Jürgen Poestges
Normales Bild beim Herdensingen: Die Halle ist restlos ausverkauft, auf der Leinwand ist der Text zu sehen und alle singen aus vollem Hals mit. Auf der Bühne die CD-Kasernen-Piraten um Geschäftsführer Kai Thomsen (links). Quelle: David Borghoff (Archiv)
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Momentan sind das Kai Thomsen (Gitarre, Bass & Gesang – Geschäftsführung), Tobias Burmeister (Keyboard, Bass & Gesang – Technik), Jan Helmers (Gitarre, Bass & Gesang – Jugendarbeit), Jan Tegtmeier (Cajon – Auszubildende Fachkraft für Veranstaltungstechnik) und Juliane Vieth (Gesang – Projekte & Gastronomie).

Inzwischen sind diese Karaoke-Konzerte immer ausverkauft. Das Geheimnis des Erfolges? „Das ist das Singen in der Gruppe. Es gibt kein anderes gemeinsames Erlebnis, das die Menschen so verbindet. Und das bestimmt schon seit rund 8000 Jahren“, sagt Thomsen lachend. Dazu kommt: Beim Singen in der Gruppe ist die Hemmschwelle extrem niedrig.

Thomsen hat aber auch noch eine weitere Erklkärung: „Das sind wirklich wir als Band auf der Bühne. Wir feiern eine Party mit dem Publikum. Wir haben an jedem Song genauso viel Spaß wie die Besucher. Das ist auch für uns immer wieder ein tolles Erlebnis.“

Im Oktober 2016 hat es das erste Herdensingen gegeben. „Damals haben wir vor ein paar Freunden das Konzept angetestet.“ Zuvor sind die zukünftigen Piraten durch die Lande gefahren, um sich ähnliche Konzerte anzuschauen. „Das gibt es in ganz Deutschland“, sagt Thomsen. „Da heißt es nur Rudelsingen.“ Also wurde das Konzept für gut befunden. „Und wir haben uns gedacht: Wenn so viele Leute bei uns arbeiten, die selber Musik machen, dann brauchen wir ja keine Musiker von draußen.“

Nach dem ersten Herdensingen ging es dann in die Halle 16 – und die ist seitdem immer ausverkauft. 400 begeisterte Hobby-Sänger schmettern aus voller Kehle Songs von Nena, Peter Maffay, Reinhard Mey oder Helene Fischer. „Inzwischen umfasst unser Repertoire rund 50 Songs“, sagt Thomsen. Geprobt wird vor jedem Konzert dreimal. Dann wird auch die Setliste festgelegt. „Wir haben leider keinen Spielraum für Improvisation. Denn der Text der Lieder läuft ja auf der Leinwand mit, damit auch alle textsicher sind.“

Zum zweiten Mal findet morgen um 15 Uhr das Herdensingen für Kids statt. „Im Rahmen von „Kultur im Zelt“ sind wir damit gestartet. Das hat großen Spaß gemacht. Wir ändern die Liste der Lieder natürlich ab, es wird kindgerechter“, sagt Thomsen. „Wir müssen wirklich alles geben, weil Kinder viel kritischer sind als die Erwachsenen.“

Anders als beim „großen“ Herdensingen ist auch, dass die Band nicht auf der Bühne, sondern in der Halle spielt. „Die Kinder sollen nicht nur singen, sondern auch tanzen, springen und herumtollen.“ Und es wird eine Geschichte erzählt. „Ich komme in die Halle und wundere mich über die Musik“, verrät Thomsen. „Und dann versuche ich, bei den CD-Kasernen-Piraten aufgenommen zu werden. Ob das am Ende klappt, wird aber nicht verraten.“

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