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Celle Stadt Der Aufwand hat sich gelohnt
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Der Aufwand hat sich gelohnt
12:06 16.09.2018
Von Dagny Siebke
Zahlreiche Celler genießen die ausgelassene Stimmung am ersten Abend des Celler Stadtfestes. Im Produktionsbüro am Helferzelt behalten Anja Baumgarten, Vanessa Henini und Ann-Katrin Geffers (von links) den Überblick. Michael Claeßen ist am Donnerstag beim Bühnenaufbau bereits auf 32.000 Schritte gekommen. Quelle: Oliver Knoblich
Celle

Vor dem verhüllten Celler Schloss fangen die Besucher an zu schunkeln. Bei den melodischen Songs der Band High Fidelity kommen sie langsam in Stimmung, schließlich verstehen die Hannoveraner auf der Bühne ihr Handwerk. Ihr Auftritt gehört zu den Highlights des ersten Abends vom Celler Stadtfest. Richtig ausgelassen geht es an der Bühne am Markt zu, wenn DJ Katzenmaske und MC Fitti hunderte Hip-Hop-Fans anfeuern. Sie strecken ihre Hände in die Luft und lassen ihre Smartphones glühen.

Das Stadtfest ist ein Fest von Cellern für Celler. Getragen wird es von einem gemeinnützigen Verein. Ohne das ehrenamtliche Engagement der fast 300 Helfer läuft gar nichts. Wolfgang Reichert ist der Vereinsvorsitzende. Er sagt: „Zum Glück haben wir noch kein verregnetes Wochenende erlebt, sonst würden wir schnell im Minus landen.“

Michael Höster ist von Anfang an als freiwilliger Helfer dabei, weil es einfach Spaß macht. „Wenn keiner mitmacht, können wir nichts auf die Beine stellen.“ Doch es sei gut, dass sich ein harter Kern gefunden habe. „Von Dienstag bis Montag habe ich freigenommen, um beim Stadtfest ehrenamtlich zu helfen“, sagt der 55-Jährige aus Neuenhäusen. Er ist einer der vier Lkw-Fahrer. „Mit Führerschein Klasse 3 ist man hier der Held.“ Mit fünf Jahren Erfahrung laufe es im Orga-Team immer besser. „Am Donnerstagvormittag hatten wir sogar frei, weil alles so gut geplant war“, erzählt er. „Wenn die Leute in Stress kommen, wird der Ton rauer.“

Da Michael Höster sonst in Hannover im Büro arbeitet, sind die Vorbereitungen des Stadtfestes für ihn eine willkommene Abwechslung. Zudem schätzt er das starke Gemeinschaftsgefühl. „Es ist erstaunlich, wie heterogen die Gruppe ist. Hier kommt man mit Leuten zusammen, mit denen man sonst nicht zu tun hat.“ Zum Beispiel machen dieses Jahr wieder 30 Jugendliche von der Deutschen Angestellten-Akademie (DAA) mit.

Erst seit einem Jahr wohnt Michael Claeßen in Celle. Er hat sich nach einem Aufruf bei WhatsApp gemeldet. „Ich wollte neue Leute kennenlernen. Wenn ich morgens um 4 Uhr zur Arbeit fahre und fünf Uhr nachmittags zu Hause bin, komme ich kaum raus. Zudem habe ich das Helfersyndrom“, sagt der 58-Jährige und lacht. Der Geldbearbeiter bei der Bundesbank in Hannover hat sich drei Tage Urlaub freigenommen. Beim Stadtfest kümmert sich der gelernte Elektriker um die Stromversorgung. Sein Rücken und seine Füße tun jetzt schon weh. „Normalerweise komme ich auf 12.000 Schritte am Tag, doch am Donnerstag waren es 32.000.“ Schließlich schleppte er schwere Kabel von einer Bühne zur anderen. „Ich freue mich schon darauf, am Abend zu sehen, was wir alles aufgebaut haben und wie viele Leute da sind.“

Auch July feiert ihre Premiere beim Stadtfest. Die 36-Jährige steht hinter dem langen Biertresen und unterstützt die Gastronomie. Die Alleinerziehende will dem Orga-Team nun etwas zurückgeben. „Vier Jahre war mein Kind schon ganz begeistert vom Programm. Jedes Mal hatte er hell leuchtende Augen. Er fiebert dem Wochenende immer entgegen und fragt ständig: Wann ist wieder Stadtfest?“ Ihr Sohn hat dieses Jahr auch einen großen Auftritt mit der IGS Celle. „Es ist toll, wie die Schulen eingebunden werden. Die Kinder freuen sich riesig darauf.“

Toller Start am Freitagabend. Am Samstag ging das Programm um 11 Uhr vor dem Celler Schloss weiter. Höhepunkt war der Auftritt von Mutz and the Blackeyed Banditz.

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