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Celle Stadt Der Fluch der fehlenden Zeit
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Der Fluch der fehlenden Zeit
16:54 14.09.2018
Quelle: Doris Hennies
Celle

„In drei Tagen durch ganz Europa …“, „Time ist money …“, „Gutes Zeitmanagement ist die halbe Miete …“ – wie lassen sich Aufgaben, Geschäfts- und Alltagsabläufe optimieren, um Zeit zu gewinnen? Und noch wesentlicher: Wofür? Die Frage ist nicht neu, gewinnt aber im Zeitalter von weltweiter Digitalisierung, permanenter Vernetzung und längst verlorener Work-Life-Balance zunehmend an Bedeutung. Aber kann man aus dieser Problematik auch ein amüsantes Theaterstück machen? Autor Holger Klän hat es getan und die Celler Laienspielgruppe „Laute(r) Frauen“ bringt es ab Freitag, 21. September, in Westercelle auf die Bühne.

Es ist ein bunt zusammengewürfelter Haufen von Menschen, der da zum Seminar für Zeitoptimierung aufeinander trifft. Sie alle möchten hier lernen, wie das mit der „40-Sekunden-Stufe“ zu erreichen ist, um mit optimaler Effizienz dem Tag fast 48 Stunden Leistungsfähigkeit abzuringen. Jede der Personen, die sich zwischen zwei Unterrichtsblöcken im Pausenraum tummeln, hat seine eigenen Gründe, Zeit „einzusparen“. Die Kommunikation beschränkt sich, bis auf ein paar Wortbrocken untereinander, auf den Gesprächsfluss über Handy und Smartphone nach draußen – bis das Netz komplett zusammenbricht und sich nicht mal mehr die elektrischen Türen öffnen lassen – und die Uhr tickt …

Seit 15 Jahren spielen die „Lauten Frauen“ jetzt in Westercelle Theater. Die Stückauswahl von „Jetzt aber schnell“ war ein spezieller Wunsch der Leiterin Ulrike Oetken. „Das Thema ist aktuell und hat, bei allem Vergnüglichen, auch eine kritische Komponente. Und wer uns kennt, weiß, dass wir uns nicht auf ein Genre festlegen wollen. Der Spaß am Spielen ist immer auch ein neues Wagnis und birgt Überraschungen für unsere Zuschauer.“ Mit den acht Frauen Yvonne Gerber, Katy Hanske, Marianne Müller, Ulrike Oethen, Christina Vogt, Heike Großmann, Heike Gantz und Uta List ist das Gros der aktiven Mitglieder – insgesamt zehn – schon ziemlich ausgeschöpft, die beiden anderen sind als Souffleuse (Ilona Mehmke) und am Tonpult (Karin Spehlbrink) aktiv.

Als einziger Mann hat sich Achim Sennhenn-Oetken dazufinden dürfen. Er übernimmt Licht und Technik und hat den Damen mit „Hosenrollen“ vielleicht noch mit ein Paar Tipps in Sachen „männlichen Gehabes“ geben können. „Das ist stets eine besondere Herausforderung, Männerrollen sind schwieriger einzuüben, um auf der Bühne dann authentisch rüberzukommen“, so die Regisseurin.

Von Doris Hennies

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