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Celle Stadt Celle will "Smart City" werden
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celle will "Smart City" werden
20:25 24.06.2019
Von Gunther Meinrenken
Digitalisierung ist ein Punkt bei "Smart Cities", doch das Modellprojekt geht weiter darüber hinaus. Quelle: Oliver Knoblich
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Celle

Lebens- und liebenswert, klimaneutral und ressourceneffizient, aufgeschlossen und innovativ, vielfältig und offen – all diese Attribute möchte Celle gerne für sich in Anspruch nehmen. Und wenn es irgendwo in diesen Bereichen hapern sollte, bietet sich jetzt für die Residenzstadt die Möglichkeit, sich in einem Modellprojekt des Bundesinnenministeriums zur "Smart City" zu entwickeln. Der Celler Rat hat sich jetzt in einer Sondersitzung mehrheitlich dafür entschieden, sich zu bewerben.

Kontroverse Diskussion

Bereits im vorausgegangenen Finanzausschuss hatte es zuvor allerdings eine kontroverse Diskussion über die Teilnahme gegeben. Zum einen regten sich Teile der Politik darüber auf, dass sie gezwungen waren, so kurzfristig zu entscheiden. Doch das habe am Bund gelegen, der Celle für die Bewerbung sehr wenig Zeit eingeräumt hätte.

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Torsten Schoeps (Wählergemeinschaft) kritisierte darüber hinaus: "Auf der einen Seite haben wir keine 560.000 Euro für die eigene IT-Abteilung, aber 900.000 Euro für dieses Modellprojekt sollen vorhanden sein. Man muss doch nicht jede Sau, die durchs Dorf getrieben wird, mittreiben."

Mehr als Digitalisierung

Heiko Richter, der die Bewerbung bei der Stadt begleitet, stellte jedoch die Vorzüge von "Smart Cities" heraus. Der Eigenanteil der Stadt in Höhe von eben 907.170 Euro, der für die Dauer von sieben Jahren aufgebracht werden müsse, würde 10 Prozent der Gesamtsumme ausmachen, die bei dem Projekt anfielen – eine seltene und ungewöhnlich hohe Quote, mit der Personalkosten und Investitionen gefördert würden.

Ganzheitliches Konzept

Doch Richter wollte noch auf etwas anderes hinaus. "Bei Smart Cities geht es nicht nur darum, die Digitalisierung zu verbessern. Es ist ein ganzheitliches Konzept, das von Ökologie bis Mobilität alle Lebensbereiche der Bevölkerung betrifft."

Und Heiko Gevers, Fraktionsvorsitzender der CDU, verstand angesichts der Perspektiven, die sich für Celle bieten, seine krittelnden Ratskollegen nicht: "Denkt doch mal weiter, macht doch mal etwas, das die Stadt voranbringt."

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