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Celle Stadt Eigene Transall für Wietzenbruch
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Eigene Transall für Wietzenbruch
15:03 25.06.2018
Von Michael Ende
Quelle: Michael Ende
Celle Stadt

Geboren wurde diese Idee bei einem Treffen der Kommandeure des Lufttransportgeschwaders 63 (LTG 63) und des Celler Ausbildungszentrums bei der Berliner Luftfahrt-Messe ILA. Dort hieß es, dass das Ende der Transall besiegelt sei. Auf Nachfrage aus Wietzenbruch teilte das Luftwaffentruppenkommando mit, dass eine Transall schon Ende Juni außer Dienst gestellt werden sollte. Dieser Kampfzonentransporter Nummer 50+81 war jedoch eigentlich als Ausstellungsstück für das Luftwaffenmuseum in Berlin-Gatow vorgesehen. "In der Bundeswehr geht Ausbildung aber immer noch vor Ausphasung" – dieses Argument des Celler Stabschefs, Oberstleutnant Bernd Claus, zog: Bald war klar, dass das Flugzeug nicht ins Museum, sondern nach Celle kommen sollte. "Um hohe Kosten für den Transport auf dem Landweg zu sparen, sollte die Transall – noch flugfähig bis Ende Juni – zeitnah in Celle einfliegen", so Claus.

Seit ihrer Indienststellung am 30. Juni 1971 war die 50+81 Teil des LTG 63. Das Lufttransportgeschwader selbst war von 1961 bis 1967 in Celle beheimatet, bevor es auf den schleswig-holsteinischen Fliegerhorst Hohn verlegt wurde. Seit vielen Jahren ist die Transall unter anderem zuverlässiges Transportmittel der Fallschirmjägertruppe. Kultstatus hat der "Sarajevo-Approach", eine Gefechtslandung mit einem extrem steilen Landeanflug aus großer Höhe, die sich für die Insassen anfühlt, als wolle der Pilot die Maschine mit der Nase voran in den Boden hämmern. Ist bisher aber immer gut gegangen. Die 50+81 absolvierte exakt 13.973 Flugstunden und über 17.000 Starts und Landungen.

Jetzt ist die 50+81 zum letzten Mal gelandet – in Wietzenbruch. "Natürlich ist es nicht schön mitzuerleben, wie nach und nach die C-160-Flotte verkleinert wird und die Luftfahrzeuge ihren letzten Flug antreten. Umso mehr hat es mich gefreut die 50+81 an den Standort Celle zu übergeben", so der Pilot, Hauptmann Thomas S. Name geändert), nach dem Überführungsflug. Die alte Lady werde hier gut gepflegt und habe eine Zukunft in der Ausbildung: "Für mich ein würdiges Ausscheiden aus dem Flugdienst – für eine Transall, die uns 47 Jahre treue Dienste geleistet hat."

Ausgedient hat die Maschine noch lange nicht. "Im Ausbildungs- und Übungszentrum Luftbeweglichkeit wird sie zukünftig fest in die militärischen Übungen eingebunden", sagt der Kommandeur, Oberst Jörn Rohmann. In der Nähe eines Hangars abgestellt, solle die Zelle dem Training dienen: "Im Rahmen der Luftverladeausbildung lernen die Soldaten, wie sie zusammen mit Material und Fahrzeugen verladen werden und das Luftfahrzeug wieder verlassen. Dazu gehört auch das Sichern eines Landeplatzes." Zudem könne das Verhalten im Laderaum während des Fluges witterungsunabhängig, umweltschonend und geräuscharm geübt werden, ohne dafür kostenintensiv ein reales Flugzeug einsetzen zu müssen. Die Verwendung der Transall mache Sinn, so Rohmann: "Das Nachfolge-Modell C-130 Hercules verfügt über einen Laderaum ähnlicher Größe und vergleichbarer Konfiguration."

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