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Celle Stadt Eiskaffee Dauerbrenner in Celler Altstadt
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Eiskaffee Dauerbrenner in Celler Altstadt
13:26 07.08.2018
Von Audrey-Lynn Struck
Quelle: Audrey-Lynn Struck
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Celle Stadt

„Das letzte Jahr haben wir geschimpft, dieses Jahr schimpfen die Bauern“, scherzt ein Mitarbeiter von Dolomiti. Während damals der Sommer mit gutem Wetter knauserte, ist die Sonne aktuell kaum weg zu denken. „Wir können über das Wetter wirklich nicht meckern“, bestätigt eine Mitarbeiterin des Eisgeschäftes Freezie. Gerade Erdbeeren sind dort der Dauerbrenner. „Ohne die Früchte kommen wir nicht über den Tag. Fast jeder Cup hat als Topic Erdbeeren“, so die Mitarbeiterin weiter. In dem italienischen Eiscafe Dalcin wird vor allem das Pistazien-Eis und die Eissorte mit dem Namen „Celle“ gerne gekauft. „Die schmeckt nach Haselnuss und Schokolade“, verrät Inhaberin Luciana Pereira Padilha.

Bei Venezia fällt die Entscheidung einigen Gästen gar nicht so leicht. An die 80 Sorten stehen zur Auswahl, so Mitarbeiterin Mari Kurth. Neben den Klassikern wie Vanille oder Schokolade gibt es auch ausgefallenere wie Quark-Holunder oder Zimt-Pflaume. Die Sorte Jogurt ist in diesem Jahr Trend und darf in keiner Auslage der Celler Eisdielen fehlen. Sie werde gerne wegen ihrer Säure gekauft und wirke gesund, verrät eine Verkäuferin.

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Am häufigsten wird in den Läden in der Altstadt allerdings der Eiskaffee bestellt. Sowohl bei Venezia als auch bei Dolomiti und San Marco ist er der Dauerbrenner. „Wenn die Temperaturen sehr hoch sind, wird mehr getrunken. Deshalb laufen oft kalte Getränke, aber auch Eiskaffee sehr gut“, erklärt ein Dolomiti-Mitarbeiter. Auch Fruchtsorten würden gerne als kleine Erfrischung gekauft, so San- Marco-Inhaberin Sabrina Lago.

Stoßzeit ist in den Nachmittagstunden. Wenn die Celler in den Feierabend starten oder gerade vom Schwimmbad kommen, machen viele einen kurzen Stopp in einer Eisdiele. Bisweilen zieht es auch Kunden in die Geschäfte, um ihren Kollegen auf der Arbeit Eis mitzubringen. Im San Marco sind sogar bereits in den frühen Morgenstunden Käufer. „Einige essen hier ein Eis, ehe sie zum Arzt gehen. Ein Großteil der Geschäfte hat dann ja noch geschlossen“, sagt Sabrina Lago. Am Donnerstag laufe bei ihnen den ganzen Tag über die Kundschaft Sturm.

Bei dem großen Andrang kommen die Eisverkäufer manchmal ordentlich ins Schwitzen. Die Kühltruhen strahlen viel Wärme aus, sodass Klimaanlagen und Ventilatoren unabdingbar sind. Dennoch beklagen sich die Eisdielen nicht über die warmen Temperaturen. Schließlich dürfte so die Eissaison noch länger anhalten. „Gerade wenn es um die 27 Grad warm ist, essen die Leute mehr Eis. Ist es wärmer, wird mehr getrunken“, weiß ein Dolomiti-Mitarbeiter aus Erfahrung. Ab Beginn der Schulzeit werde die Zahl der Kunden dann vermutlich leicht rückläufig sein. (als)