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Celle Stadt Eltern werden bei Gebühren für Kitas entlastet
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Eltern werden bei Gebühren für Kitas entlastet
17:52 15.06.2010
Von Oliver Gatz
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Celle Stadt

Celle wird ein weiteres Stück familienfreundlicher. Nach dem jüngsten Beschluss des Stadtrates werden einkommensschwache Eltern bei den Gebühren im zweiten Kindergartenjahr entlastet. Die Abrechnung erfolgt auf Grundlage von Staffelbeträgen und richtet sich nach dem Bruttoeinkommen der Eltern. Das dritte Kita-Jahr bleibt wie bisher beitragsfrei.

Mit den Stimmen der CDU/FDP-Mehrheit war es seinerzeit zu einer Kompromisslösung gekommen, nach der zumindest einkommensschwächeren Familien ein beitragsfreies zweites Kita-Jahr ermöglicht werden soll. Dieses Modell ging den Ratsgrünen nicht weit genug. „Kindertagesstätten sind keine Betreuengseinrichtungen mehr, sondern Bildungseinrichtungen“, argumentierte Georgia Langhans. „Und als solche müssen sie beitragsfrei sein.“

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SPD-Fraktionsvorsitzender Jens Rejmann trug die Kompromisslösung mit, machte aber deutlich, dass er eine weitergehende Entlastung der Eltern begrüßt hätte. „Wir gehen den Weg mit, damit überhaupt etwas in Bewegung gerät“, sagte er. Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende (SPD) sah in der Kompromisslösung den Beginn einer Entwicklung und hofft, dass man auf diesem Weg in den kommenden Jahren weiter vorankomme.

Bis zu einem Jahresgehalt von 36000 Euro werden im zweiten Kita-Jahr keine Entgelte erhoben. Bei einem Jahresbruttogehalt zwischen 36001 Euro und 54000 Euro sind 50 Prozent des Entgeltes zu zahlen. Ab 54001 Euro werden die Kita-Entgelte in voller Höhe den Eltern in Rechnung gestellt. Die Kosten für Spiel- und Bastelmaterial werden künftig in die Abrechnung integriert.

Beispielrechnung: Eine alleinerziehende Mutter (Jahresbruttoeinkommen 30000 Euro, Netto-Monatseinkommen 1668 Euro) mit zwei Kindern, die ganztägig betreut werden, zahlt am Ende 21,50 Euro. Für das erste Kind im zweiten Kita-Jahr werden keine Gebühren erhoben. Beim zweiten Kind im ersten Kita-Jahr wird die SGB-Einkommensgrenze von 1625 Euro netto um 43 Euro überschritten. Davon werden 50 Prozent erhoben, so dass sich ein Kita-Entgelt von 21,50 Euro ergibt.