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Celle Stadt "Emmi & Willnowsky" begeistern Celler
Celle Aus der Stadt Celle Stadt "Emmi & Willnowsky" begeistern Celler
16:50 20.12.2018
Bieten ein Feuerwerk an partnerschaftlichen Geschmacklosigkeiten: "Emmi und Willnowsky." Quelle: David Borghoff
Celle

Auf eine Art und Weise lieben sie sich ja schon, nur zeigen können sie das nach gut 20 Jahren Ehe nicht mehr. Die Rede ist von Emmi und Herrn Willnowsky, dem Kiez-Kult-Duo aus Schmidts Tivoli. Die selbsternannten Botschafter der wahren Liebe und des feinen Humors machten am Mittwoch mal wieder in der CD-Kaserne Halt und begeisterten das Publikum mit ihrem derben, teils schlüpfrigen Charme und Witz.

Ihre Herkunft können die beiden sicher nicht leugnen. Die Hamburger Reeperbahn ist nicht als Ort der Zurückhaltung bekannt. So darf man als Gast in einer Show von "Emmi und Willnowsky" sicher alles sein, aber auf keinen Fall prüde und gehemmt. Die schönste Nebensache der Welt spielt bei ihnen eine nicht unwesentliche Rolle, wenn auch zwischen den beiden nach eigenen Erzählungen eigentlich so gut wie nichts mehr in dieser Hinsicht läuft. Wie in einem Tennismatch werfen sich die beiden charmant in Gehässigkeiten versteckte Liebeserklärungen an den Kopf und begeben sich ohne Scham auch schon einmal direkt in der Show auf die Suche nach einem neuen Partner.

Sie sagen selbst: "Wir sind gemeiner als Bohlen und penetranter als Lanz" und da bleiben auch Flirtversuche, bei denen jedes Mädchen schon vor Jahrhunderten gähnen musste, nicht aus. "Ist Dein Vater Fotograf?", möchte Herr Willnowsky von einem weiblichen Gast wissen. "Du bist zu gut entwickelt." Es sind teils uralte Kalauer, die aber immer noch ziehen, das Publikum zum Lachen bringen und durch den Charme der Darsteller doch lustig sind.

Das Programm lässt im Grunde keine Zeit zum Ausruhen und Luftholen. Es ist ein Feuerwerk an partnerschaftlichen Geschmacklosigkeiten und Beleidigungen. Was negativ klingt, ist aber keinesfalls so gemeint, denn genau diese abgrundtiefe Abneigung zueinander ist das, was sie berühmt und beliebt machte.

Von Birgit Stephani

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