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Celle Stadt Ernestinum: 3800 Unterschriften für Erhalt des Gymnasiums
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Ernestinum: 3800 Unterschriften für Erhalt des Gymnasiums
17:46 08.07.2011
Von Gunther Meinrenken
Am Ernestinum sind schon etwa 3000 Unterschriften für den Erhalt der Schule gesammelt worden die Schulleiter Detlef Fechner zeigt Quelle: Peter Müller
Celle Stadt

„Vielfalt statt Einfalt.“ Unter dieser Überschrift haben Schüler, Eltern und Lehrer Unterschriften gegen die „völlig überzogene Abschaffung des Ernestinums" gesammelt und für das neue Konzept geworben, mit dem die Schule den Standort sichern will. Fechner betont, dass es dabei nicht nur um das Traditionsgymnasium gehe. „Das Ziel ist nicht nur auf uns bezogen. Vielmehr kommt es darauf an, die Bildungsvielfalt in Celle zu bewahren“, meinte Fechner. Celles Bildungslandschaft, so heißt es dazu auf den Unterschriftenlisten, sei geprägt von vier Gymnasien mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Standorten, die es zu erhalten gelte.

Die Unterschriften will die Schule vor der Entscheidung des Kreistages über die künftige Schulstruktur, die am 25. August fallen soll, an die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung, sprich auch an Landrat Klaus Wiswe (CDU) übergeben. Die Empfehlungen werden allerdings bereits zehn Tage vorher ausgesprochen. „Der Landkreis als Schulträger wird aufgefordert, einvernehmlich mit den Betroffenen eine Lösung zu finden, die die Existenz eines der ältesten und angesehensten Gymnasien in Niedersachsen nicht in Frage stellt“, heißt es in einer Presseerklärung der Schule.

Die Kreistagsfraktion der CDU weiß das Ernestinum bereits hinter sich. Deren Vorsitzender Joachim Müller hat sich in einer Pressemitteilung hinter das Gymnasium gestellt. „Für die CDU im Kreistag bleibt das Gymnasium Ernestinum auch in der Zukunft fester Bestandteil der gymnasialen Landschaft.“ Positiv bewerte die CDU dabei, dass Schulleiter Fechner angekündigt habe, in der eigenen Oberstufe die künftigen Oberschüler besonders zu fördern. Dies sei die konsequente Fortsetzung der Schulreform auf Landesebene, so Müller.

„Mit dem Netz der Oberschulen im Landkreis und in der Stadt schaffen wir für alle Schüler die gleichen Bildungsmöglichkeiten“, so Müller, „damit tragen wir den Wünschen der Eltern Rechnung.“ Eine integrierte Gesamtschule wie SPD und Grüne sie wollen, würde unabwendbar den Bestand von Gymnasien in Celle gefährden und könnte durch das Abziehen von Schülern die Schule vor Ort in Frage stellen, meinte Müller.