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Celle Stadt Evakuierung abgesagt: Keine Bomben gefunden
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Evakuierung abgesagt: Keine Bomben gefunden
13:56 13.06.2010
Von Gunther Meinrenken
Freilegung der ersten Verdachtsfläche am Bahnhofs-Parkhaus. Quelle: Peter Müller
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Celle Stadt

Um 13.30 Uhr stand fest, dass auch bei der zweiten Verdachtsfläche, die sich zwischen den Gleisen 3 und 4 direkt an den Bahnsteigen befindet, lediglich ein altes Rohr im Erdreich lag. Zuvor hatten Mitarbeiter der Kampfmittelbergungsfirma Schollenberger unter Einsatzleiter Roland Freitag und Sprengmeister Ralf Reisener vom Kampfmittelbeseitigungsdienst der Zentralen Polizeidirektion in Hannover am frühen Morgen mit der Freilegung der Verdachtsflächen am Parkhaus begonnen. Um 9.45 Uhr stand fest: In zwei Metern Tiefe direkt unter der Fahrradauffahrt zum Parkhaus lag keine Bombe, sondern befanden sich lediglich Reste von Starkstromkabeln der Deutschen Bahn.

„Die Kabel sind etwa 20 Zentimeter dick und mit Stahl ummantelt. Deshalb haben wir bei der Sondierung des Geländes auch eine so starke Anzeige gehabt, die auf eine Bombe hätte hindeuten können“, erklärte Einsatzleiter Freitag.

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Von der Existenz der alten Starkstromkabel hatten die Kampfmittelexperten im Vorfeld nichts gewusst. Zwar hatte ihnen die Bahn mitgeteilt, dass weiter oberhalb im Erdreich noch alte, abgetrennte Leitungen verlaufen, auf die man auch während der Freilegung gestoßen war. „Die Starkstromkabel, die wir jetzt gefunden haben, waren allerdings auf keinem Plan verzeichnet“, sagte Einsatzleiter Freitag.

Unglücklicherweise war die Fläche auch nicht auf eventuelle Bomben untersucht worden, als vor mehr als zehn Jahren das Parkhaus gebaut wurde. „Damals wurden für das Bauwerk Spundwände gezogen. Der Auftrag für die Sondierung des Geländes bezog sich nur auf die Fläche innerhalb dieser Spundwände“, meinte Freitag. So gab es ein „blindes Dreieck“ von etwa 20 Quadratmeter Größe, das bisher in diesem Bereich noch nie untersucht worden war.