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Celle Stadt Fällt die Celler Freibad Saison ins Wasser?
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Fällt die Celler Freibad Saison ins Wasser?
16:06 22.07.2016
Von Katharina Baumgartner
Impressionen aus dem Celler Badeland Quelle: Oliver Knoblich
Celle

Für das Celler Badeland zählte Thomas Edathy, Geschäftsführer der Stadtwerke Celle, 12.446 Badegästen im Juni. Im Vergleich zum Vorjahr bedeute dies eine Steigerung von annähernd 4000 Schwimmern. Am Mittwoch, dem bisher heißesten Tag des Jahres, besuchten 2500 Personen das Badeland und selbst um 18.30 waren immer noch 1000 Besucher im Bad.

Peter Ritter, Vorsitzender des Fördervereins Freibad Westercelle, freut sich über den Verkauf von 600 Saisonkarten. Bislang seien die Besucherzahlen zufriedenstellend, es gäbe keine dramatischen Einbrüche. Erfreulich sei die bisherige Bilanz der Heizkosten, die aufgrund der Solaranlage halbiert werden konnten.

Im Freibad Höfer sei die Saison gut angelaufen, berichtet Geschäftsführer Michael Cruse. „Erfahrungsgemäß sind die ersten Wochen besucherintensiv, da die Badegäste nach der Winterpause Lust auf Schwimmen im Freien haben“, stellt Cruse fest. Dieses Jahr sei die Besucherfrequenz Ende Juni und Anfang Juli besonders hoch gewesen. Mit der Zunahme an Besuchern steigen allerdings auch die Kosten für zusätzliches Aufsichtspersonal, Einsatz chemischer Zusätze und erhöhter Reinigungsaufwand, so Cruse.

500 Besucher haben am Mittwoch eine Abkühlung im Wietzer Freibad gesucht. Diese Zahl sei für die gegenwärtige Lage sehr gut, da die laufende Umbauphase den Betrieb erschwere, so der Vorsitzende des Förder- und Betreibervereins Kurt Trumtrar. „Der Aufschwung kam erst mit Beginn der Woche und den steigenden Außentemperaturen“, führt Trumtrar aus. Im Vergleich zu den Besucherzahlen im Juni 2015 sei der Wert aber in diesem Jahr deutlich niedriger.

Im Waldbad Hohne-Spechtshorn wurde am Dienstag mit Marie Lampe aus Lachendorf die 10.000 Besucherin der Saison begrüßt. Dennoch sei die bisherige Bilanz enttäuschend, so der Vorsitzende des Fördervereins Erhard Thölke. Die sinkende Tendenz zeige sich schon seit Jahren. Verlässlich sei jedoch der Verkauf der Dauerkarten, der in diesem Jahr sehr gut startete.

In allen Freibädern herrscht Übereinstimmung darüber, dass die Wetterlage des bisherigen Sommers den Verkauf von Tagestickets belastet. Gleichzeitig ist der Absatz von Dauerkarten konstant und zufriedenstellend. Generell verzeichnen die Bäder einen rückläufigen Badetrend, da sie sich in Konkurrenz zu anderen Freizeitaktivitäten befinden. Ebenso trägt der Ganztags-Schulbetrieb zum Ausbleiben der jungen Schwimmer bei. Und in der Ferienzeit findet der klassische Urlaub im Freibad auch nicht mehr statt.