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Celle Stadt Fantasiereiche Bildwelten in Gotischer Halle des Celler Schlosses
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Fantasiereiche Bildwelten in Gotischer Halle des Celler Schlosses
11:02 06.03.2018
Tobias Premper war bei der Eröffnung seiner Ausstellungin der Gotischen Halle im Celler Schloss anwesend. Quelle: Birgit Stephani
Celle Stadt

In der altehrwürdigen, säulenbestandenen Halle nimmt ein nüchterner Verschlag aus übermannshohen Sperrholzplatten einen großen Teil des Raumes ein. Auf seinen kahlen Wänden tummelt sich eine Schar bunter Papierhasen, mal einzeln hüpfend, mal zu Gruppen verdichtet. Durch eine Öffnung gelangt man in den „Kanickelbau“ und sieht sich einer Vielfalt von DIN A4 Blättern gegenüber, die in lockerer Reihenfolge an die Holzwand gepinnt sind. Es sind die 108 Seiten des „Boxenbuches“, das Premper für den Kunstverein gestaltet hat. Abgelegt werden die Seiten eines Buches in einer schlichten, mit Titel versehenen Papp-Box.

„In einer großen Zahl von unterschiedlichen Darstellungstechniken und in einer sehr persönlichen, originellen Form führt Premper uns ein Universum von Inhalten vor Augen, das ihn und wohl auch uns größtenteils bewegt“, erklärt Klatt. „In Text- und Bildform nehmen wir teil an seiner Sicht des Alltags, in dem Lieben und Leben, Lust und Leiden, Glück und Einsamkeit den Ablauf bestimmen. Ablesbar ist dies alles von Originalzeichnungen und handgeschriebenen oder gedruckten Texten, von flüchtig kopierten Fotos aus der Tagespresse oder Selbstportraits in fotografischer Form, von wertvollen Kunstreproduktionen oder von Bildern billiger Werbebroschüren. Collagiert und gestempelt, überklebt und farbig übersprüht bietet sich Prempers fantasiereiche Bildwelt an“, führt Klatt aus.

Der Betrachter werde dazu aufgerufen, sich selbst ein Bild vom angedeuteten Geschehen zu machen, und er ertappe sich dabei, die losen Anfänge der Bildgeschichten weiter zu spinnen und mit eigenen Erlebnissen und Erfahrungen anzureichern. Erfrischend bei dieser Suche nach einem Sinn der bisweilen sehr kurzen und präzise vorgetragenen parabelartigen Texte sei der versteckte Humor. „Das offene, selbst zu findende Ende einer kleinen Geschichte auf den Blättern lässt und oft laut lachen“.

Das gängige Buch oder das klassische Gemälde könne man wegen der zwingenden Struktur großenteils eindeutig interpretieren: Prempers Bücher und Bilder seien offen. „Sie bekommen erst durch unsere Gedanken und unsere Fantasie und vor allen Dingen durch unsere Bereitschaft, sich mit ihnen auseinander zu setzen, einen Sinn“.

Der Künstler selbst spricht vom demokratischen Charakter seines Kanickelbaus, in dem jeder frei seine Fantasie walten lassen kann, der diktatorische Raum dagegen zwinge den Betrachter nur eine Sichtweise gelten zu lassen.

In Acht Vitrinen sind alle bisher entstandenen Boxenbücher Prempers zu sehen. Sie folgen dem Prinzip der Loseblattsammlung und sind in einer Auflage von 25 Stück erschienen.

Von Birgit Stephani

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