Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Anmelden
Celle Stadt Judick verlässt Klinikum Herford
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Judick verlässt Klinikum Herford
15:59 11.03.2019
Von Gunther Meinrenken
Am Celler AKH warten die Mitarbeiter gespannt darauf, welche Konsequenzen aus dem jetzt vorliegenden Personalgutachten gezogen werden. Quelle: Oliver Knoblich
Celle

Nur etwa ein Jahr, nachdem der ehemalige AKH-Vorstand Stephan Judick beim Klinikum Herford seinen Posten als Vorstandssprecher angetreten hat, ist sein Engagement am Krankenhaus der westfälischen Kleinstadt wieder beendet. In einer Presseerklärung lassen der Herforder Landrat Jürgen Müller als Vorsitzender des Verwaltungsrats des Klinikums Herford und der 56 Jahre alte Judick erklären, dass man sich in gegenseitigem Einvernehmen Ende März trennen werde.

"Gerüchten vorbeugen"

"Um möglichen Gerüchten vorzubeugen und im Interesse des Klinikums und der Person hat man sich auf eine rasche Trennung geeinigt", heißt es in der Pressemitteilung. Judick hatte in Herford recht schnell für Wirbel gesorgt, als er feststellte, dass unter seinem dortigen Vorgänger "mehr Geld ausgegeben worden war, als man eingenommen hatte".

Kurz darauf sah sich Judick selbst dem Vorwurf ausgesetzt, "die wirtschaftliche Situation in der AKH-Gruppe in der Vergangenheit zu positiv dargestellt zu haben", so die Bewertung seines Celler Nachfolgers Martin Windmann. Unterm Strich, so das Ergebnis von Wirtschaftsprüfern, stand für die AKH-Gruppe ein Minus von 16,5 Millionen Euro für 2017. Über die Gründe der Trennung in Herford wollte sich Judick gestern nicht äußern: Gegenüber der CZ sagte er: "Ich werde mich zukünftig anderen Aufgaben widmen."

Personalgutachten liegt vor

Am Celler AKH hingegen warten die Mitarbeiter gespannt darauf, welche Schlüsse aus dem Personalgutachten gezogen werden, das jetzt vorliegt. Als Zwischenergebnis hatte AKH-Vorstand Martin Windmann Ende Januar mitgeteilt, dass "der pflegerische Bereich nicht von Personaleinsparungen betroffen sein wird". Welche weiteren Maßnahmen man ergreife, könne man im Augenblick noch nicht sagen, so AKH-Sprecher Ralf Kuchenbuch. Als Datum steht lediglich fest: Bis zum 30. April muss das Sanierungsgutachten für die Banken stehen und darin fließen die Erkenntnisse aus dem Personalbereich ein.

Sondierungsgruppe berät

"Das Personalgutachten wird in der Sondierungsgruppe besprochen", sagt Kuchenbuch. Dazu gehören neben dem Vorstand und einer anwaltlichen Begleitung auch die beiden Betriebsräte der Standorte AKH und Klinikum Peine. Bei der Mitarbeitervertretung kann man noch keine Aussagen treffen. "Zurzeit werten die Betriebsräte die über 380 Seiten des Personalgutachtens aus", erklärt Konzernbetriebsratsvorsitzender Ralf Laumert.

Stellenabbau ohne Kündigungen?

Kuchenbuch gibt allerdings schon einmal Hinweise, wohin die Reise gehen könnte. "In einigen Bereichen gibt es zu wenig Personal, in anderen zu viel. Dort, wo es passen würde, etwa in der Pflege oder bei Fachärzten mit zwei Spezialgebieten, "wäre uns eine Umstrukturierung am liebsten", so Kuchenbuch, der gleichzeitig betonte, dass ein Stellenabbau nicht unbedingt mit Kündigungen verbunden sein müsse. So gebe es Mitarbeiter, deren Zeitverträge ausliefen oder die bald das Rentenalter erreichen würden. Im Gegensatz zur Auslagerung des Küchenpersonals sei das weitere Vorgehen im Personalbereich "keine unternehmerische Entscheidung", betont Kuchenbuch. Vielmehr werde gemeinsam in der Sondierungsgruppe besprochen, "wie wir alle uns das vorstellen".

Der irische Musiker Paul OBrien gab ein Frühlingskonzert in der Kreuzkirche

11.03.2019

Bei Windböen und Unwetter ist nicht nur die Feuerwehr im Dauereinsatz. Auch die Straßenmeisterei kümmert sich entlang der Straßen um Sturmschäden.

Marie Nehrenberg-Leppin 11.03.2019
Celle Stadt Aufbauhilfe Sri Lanka - Hilfe für alte Menschen

Der Verein Aufbauhilfe Sri Lanka-Ayubowan Celle hat einen Anbau für ein überfülltes Altenheim im Ort Bentota errichtet.

Michael Ende 11.03.2019