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Celle Stadt Flüchtling arbeitet in Celler Bahnhofsmission
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Flüchtling arbeitet in Celler Bahnhofsmission
18:53 03.01.2018
Von Dagny Siebke
Quelle: Oliver Knoblich
Celle Stadt

„Er macht sich hier sehr gut“, erzählt ein Stammgast. „Wir spielen gerne zusammen ‚Mensch ärgere dich nicht‘ oder unterhalten uns.“ Zwar geht Omar Abdul Wahed regelmäßig zur Sprachschule. Doch noch mehr lernt er bei der Arbeit in der Bahnhofsmission. „Es ist gut, wenn ich hier viel Deutsch sprechen kann.“ Schließlich will er später eine Ausbildung zum Programmierer machen. In Damaskus hat er bereits ein Jahr Psychologie studiert.

Berührungsängste zwischen den Bedürftigen und dem Flüchtling gebe es kaum, betont Daniela Brückner, Leiterin der Bahnhofsmission, und sagt: „Die meisten Gäste akzeptieren Omar. Er macht es einem mit seiner freundlichen Art auch schwer, ihn nicht zu mögen. Er hat Spaß bei der Arbeit, das merkt man ihm an.“ Auch seine Religion spiele keine Rolle. „Er verhält sich nicht sehr muslimisch“, so Brückner.

Eglè Preine hat Omar auf die Idee gebracht, einen Bundesfreiwilligendienst bei der Diakonie zu machen. Sie ist Koordinatorin für die Flüchtlingsarbeit im Kirchenkreis Celle. „Ich kenne ihn schon seit zwei Jahren“, erzählt Preine. „Da war er ganz verloren mit dem Fahrrad auf der Straße unterwegs.“ Bei der Arbeit in der Bahnhofsmission könne der Geflüchtete viele Dinge im Alltag ausprobieren. „Bei einigen Flüchtlingen ist nicht nur die Sprache ein Hindernis, sondern sie brauchen auch Zeit, sich hier in Deutschland zu orientieren“, betont Preine. Omar zum Beispiel müsse lernen, ohne die Hilfe seines Bruders oder seines Cousins zurecht zu kommen.

In der Diakonie machen nun drei Flüchtlinge einen Bundesfreiwilligendienst. „Die Besetzung soll auch ein Zeichen sein, dass Geflüchtete innerhalb der evangelischen Kirche eine Arbeitsperspektive bekommen“, betont Diakonie-Pastorin Antje Seelemeyer. „Es wird so deutlich, dass sie sozusagen ‚in der Ebene‘ angekommen sind.“

Eine Sache beschäftigt Omar Abdul Wahed besonders. „Seit vielen Monaten suche ich eine Wohnung“, sagt der 23-Jährige. Denn im Wohnheim fühle er sich nicht wohl. Wer ihm helfen will, erfährt unter Telefon (05141) 22226 mehr.

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