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Celle Stadt Celle als "Sicherer Hafen"?
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celle als "Sicherer Hafen"?
17:06 07.01.2019
Von Michael Ende
Quelle: Chris Grodotzki
Celle

Mehr Flüchtlinge als ohnehin über den normalen Schlüssel in der Herzogstadt landen, sollen Celle zugewiesen werden. Darum soll die Stadt Celle die Bundesregierung bitten. Mit der Aufnahme zusätzlicher Zuwanderer soll sich die Stadt der „Seebrücken“-Kampagne „Sichere Häfen“ anschließen. Das haben Mitglieder der Initiative „Land in Sicht – Transition“ (LIST) in einem Brief an den Celler Oberbürgermeister und die Ratsfraktionen gefordert.

Menschen ohne Perspektive

Hintergrund ist die Situation im Mittelmeer, wo europäische Staaten es Hilfsorganisatoren nicht mehr gestatten, gerettete Flüchtlinge in die Häfen zu bringen. LIST-Sprecherin Cornelia Döllermann-Nölting verweist auf die „Sea-Watch 3“ und die „Professor Albrecht Penck“, die mit insgesamt 49 geretteten Menschen vor Malta auf eine politische Antwort warten: „Dies ist aus unserer Sicht nicht länger hinnehmbar. Zivilgesellschaft und Politik in Deutschland können davor nicht länger die Augen verschließen.“

Nigge soll Bundesregierung kontaktieren

Die Initiative regt an, dass sich die Stadt Celle mit einem Ratsbeschluss der Kampagne „Sichere Häfen“ anschließt und die Stadt zum „Sicheren Hafen“ deklariert. Damit sei verbunden, dass Oberbürgermeister Jörg Nigge (CDU) der Bundesregierung anbiete, zusätzliche Flüchtlinge, die im Mittelmeer in Seenot geraten seien, aufzunehmen, so Döllermann-Nölting. Weiter solle der Rat an die Bundesregierung appellieren, sich verstärkt für die Bekämpfung der Fluchtursachen einzusetzen, insbesondere für eine gerechtere und effektivere Entwicklungshilfepolitik und eben dafür, dass Menschen in Seenot auf dem Mittelmeer gerettet würden.

Andere Städte machen es vor

In Niedersachsen haben sich unter anderem Hannover, Braunschweig, Oldenburg, Hildesheim und Osnabrück zu "Sicheren Häfen" erklärt. Döllermann-Nölting: „Wir hoffen, dass sich im Celler Stadtrat Fraktionen finden und zusammenfinden, diesem Antrag eine Mehrheit zu verschaffen und damit ein Zeichen der Hoffnung setzen gegen die menschenrechtsverachtende Politik, die aktuell im Mittelmeer herrscht.“

2129 Menschen mit Aufenthaltserlaubnis in Celle

Im Celler Rathaus berät man darüber, wie man mit der Initiative umgehen soll. "Zum Stichtag 30. November hatten wir 2129 Personen mit einer Aufenthaltserlaubnis aus völkerrechtlichen, humanitären oder politischen Gründen", so die städtische Pressesprecherin Myriam Meißner: "288 Personen befanden sich zum 30. November im laufenden Asylverfahren. Zum 31. Dezember waren es 283 Personen." Sozialdezernentin Susanne McDowell: „Die Initiatoren sind sowohl an uns als auch an die Fraktionsvorsitzenden mit der Bitte herangetreten, eine politische Entscheidung, das heißt einen Ratsbeschluss herbeizuführen. Diesem Wunsche entsprechend, werden wir in der übernächsten Woche mit den Ratsparteien in Überlegungen eintreten.“

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