Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Stadt „Foxfinder“-Premiere im Celler Schlosstheater
Celle Aus der Stadt Celle Stadt „Foxfinder“-Premiere im Celler Schlosstheater
22:05 14.01.2018
Verleumderische Nachbarschaft: Verena Saake (vorn) und Johanna Marx in der Schlosstheater-Aufführung „Foxfinder“. Quelle: Alex Sorokin
Celle Stadt

Das Paar ist seiner kollektiven Verpflichtung einer geplanten und erwarteten Ertragserwirtschaftung in diesem Jahr nicht nachgekommen. Deshalb wird der junge Ermittler William Bloor (zwischen Sendungsbewusstsein und Unsicherheit hin- und hergerissen, überzeugend von Marius Lamprecht gespielt) auf den Hof geschickt. Er soll die Ursache für dieses Versagen untersuchen. Logische Begründungen für die knappe Ernte gebe es genügend: der Dauerregen, der Unfalltod des kleinen Sohns, die Erkrankung des Familienvaters.

Leider geht es in der Ermittlung eines „Foxfinders“ nicht nur um rationale Zusammenhänge, denn er ist auch dem imaginären, ja dämonischen Verursacher allen Übels, dem Rotfuchs, auf der Spur – dem ideologischen Feindbild schlechthin. Ein „Foxfinder“ wird in einer weltfremden, klösterlichen Umgebung erzogen und dort auf seine Aufgabe vorbereitet – stets den Fokus auf den Feind gerichtet und dessen schädlich-schändliche, ja boshafte Raffinesse. Während sich Judith um Ausgleich und Freundlichkeit bemüht, reagiert ihr Mann zunehmend gereizt.

Die Konstellationen im Spiel sind deutlich gesetzt – und sie funktionieren in altbekannter Weise (oder eben nicht): William ist mit Eifer dabei. Seine Befugnisse erlauben die persönlichsten Fragen und selbst das Herumschnüffeln auf dem Nachbarhof. Damit sticht er auch in das Wespennetz einer Verschwörung. Die entdeckten Flugblätter, die den Fuchs-Kult ad absurdum erklären, führen zu einem verleumderischen Deal mit der Nachbarin Sahra (realistisch und unprätentiös gespielt von Johanna Marx). „Der Fuchs ist schlau“ und William zunehmend verwirrt – wer und was ist möglicherweise fuchsmäßig kontaminiert, wo lauert der Feind? Als Samuel, geplagt von Schuldgefühlen, plötzlich auf die ideologische Lösung umschlägt, gerät alles außer Kontrolle.

Das Stück bietet viel Stoff zum Nachdenken und zahlreiche Denkansätze und Parallelen zu vergangenen und aktuellen Realitäten. Ein bisschen Reflexion über das Gezeigte und Hintergründige braucht es allerdings. Darstellerisch gibt es – bis auf wenige Momente leicht übertriebener Theatralik – nichts auszusetzen. Die vier Darsteller werden ihren Figuren durchaus gerecht. Ein Extralob gebührt der Bühnenbildnerin Anike Sedello für ihre puristisch-funktionale Ausstattung.

Von Doris Hennies

Trotz des verpassten Ziels, in den Niedersächsischen Landtag einzuziehen, blickt Die Linke zufrieden auf das vergangene Jahr zurück. „Wir waren draußen bei den Menschen, sind im Wahlkampf auf die Straße gegangen und haben Gesicht bei Podien gezeigt“, lautet das Resümee der Linken-Politikerin Behiye Uca beim Partei-Jahresauftakt des Celler Kreisverbandes.

Katharina Baumgartner 14.01.2018

Der Neujahresempfang der Bezirksgruppe Celle und Uelzen vom Bund Deutscher Baumeister (BDB) ist bereits eine "liebgewonnene Tradition", wie Bezirksgruppenvorsitzender Hans-Dietrich Hagen sagt. Als Organisator freute sich Hagen, dass er auch beim 22. Jahresempfang so großen Zuspruch erhalte und „Gäste von Schleswig-Holstein bis Bayern und Rheinland-Pfalz bis Mecklenburg-Vorpommern" in das Celler Schloss am Samstag gelockt habe. Weit über die Bezirksgrenzen hinaus sind der Einladung rund 250 Gäste gefolgt.

Katharina Baumgartner 14.01.2018

Varieté – laut Duden bezeichnet der Begriff ein Theater mit wechselndem unterhaltsamen Programm. Davon konnten sich am Samstag die Zuschauer in zwei so gut wie ausverkauften Vorstellungen in der Congress Union Celle überzeugen. Die Sparkasse hatte in Zusammenarbeit mit der CD-Kaserne zum „maxxy-Winter-Varieté“ geladen – bereits zum vierten Mal durfte man in die „Welt des Staunens“ eintauchen.

Jürgen Poestges 14.01.2018