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Celle Stadt Celler Schüler streiken in Grün
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler Schüler streiken in Grün
09:35 15.03.2019
Von Christian Link
"Wir streiken bis ihr handelt": Die Celler Schüler machen heute ihre Drohung aus dem Februar wahr. Quelle: Christian Link
Celle

Nachdem beim ersten Schülerstreik vor genau einem Monat bereits rund 500 junge Menschen für den Klimaschutz durch die Fachwerkstadt zogen, hoffen die Veranstalter in der zweiten Runde am 15. März auf noch mehr Unterstützung. "Da geht noch mehr", sagen die Celler FFF-Organisatorinnen Valerie-Jo Struck, Elisa Johanna Schäfer und Paula Seidensticker.

Die Schüler machen damit ihre Ankündigung wahr, die sie bei der Celler Demo am 15. Februar auf einem großen Banner vorneweg getragen haben: "Wir streiken, bis ihr handelt." Obwohl der Klimastreik mittlerweile zu einer Massenbewegung geworden ist, sind bislang keine Fortschritte beim globalen Umweltschutz zu erkennen. Immerhin haben mittlerweile etwa Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier das Engagement der Schüler gewürdigt, die von der Celler AfD als "Schulschwänzer" kritisiert wurden. Die 16-jährige schwedische Schülerin Greta Thunberg, die die Bewegung ins Leben gerufen hat, wurde am Donnerstag sogar für den Friedensnobelpreis nominiert.

Die Ortsgruppe "Fridays for Future" Celle will bei der neuen Demo auch die älteren Semester ins Boot holen. "Auf unseren Demos gibt es keine Altersbeschränkungen, alle sind uns willkommen", schreiben die Organisatorinnen bei Facebook. Wer die Bewegung unterstützen will, muss aber nicht unbedingt selbst auf die Straße gehen. Die Schüler rufen alle Celler dazu auf, am Freitag als Zeichen der Verbundenheit mit den Klimaschützern ein grünes Kleidungsstück zu tragen: "Egal ob Shirt oder Hose, Schal oder Regenschirm. Egal ob auf der Demo, in der Schule oder auf der Arbeit."

Behinderungen in der City

Der Massenprotest in der Innenstadt wird am Freitagmittag wieder kurzzeitig für Verkehrsbehinderungen sorgen. Die Menge versammelt sich um 12 Uhr zunächst auf der Stechbahn. Nach einigen Wortbeiträgen marschieren die Demonstranten anschließend über den Kleinen Plan und Südwall zum Großen Plan.

Wenn die Teilnehmer von dort in Richtung Französischer Garten ziehen, wird Polizei die Kreuzung Schloßplatz/Südwall/Westcellertorstraße wie schon bei der Auftaktdemo für einige Minuten sperren. Gegen 14 Uhr wird die Demo am Neuen Rathaus erwartet. "Dort wollen wir ein bisschen bleiben, unsere Demo feiern und ins Gespräch kommen", sagen die Organisatorinnen. Vor Ort soll es sogar einen Getränkeausschank geben.

Radfahrer springen auf

Im Windschatten der Schüler will sich auch der Fahrradclub ADFC an dem Freitagsprotest beteiligen. Der Verband ruft Radfahrer im ganzen Land dazu auf, sich den Demonstrationen anzuschließen. Die Ziele der Fahrradlobby lauten: saubere Luft, besseres Klima und Verkehrswende. ADFC-Chefin Rebecca Peters sagte in Berlin: „Wir unterstützen die Forderungen der Aktivisten nach einem Ausstiegsdatum für Verbrennermotoren sowie Tempolimits."