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Celle Stadt Ganz Bostel legt für Kinderfeuerwerk vom Profi zusammen
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Ganz Bostel legt für Kinderfeuerwerk vom Profi zusammen
18:15 01.01.2018
Von Dagny Siebke
Quelle: Oliver Knoblich
Celle Stadt

Der Besucher mit der weitesten Anreise darf sogar den Startknopf auf der Fernbedienung von Keven Becker drücken. Der Pyrotechniker aus Bostel hat zusammen mit einigen Helfern acht Stunden lang vor Ort gewerkelt, damit unzählige Kinderaugen leuchten. "Wir hoffen, dass alles trocken geblieben ist", betont Becker zu Beginn.

Kunterbunte Lichter steigen in die Lüfte, es funkeln Mosaike am Himmel. Hexen und Monster ziehen vorbei. Dazwischen gibt es immer wieder ein paar Sekunden Auszeit, um die Spannung zu steigern und die Sinne zu schärfen. Springbrunnen sprudeln über. "Oh wie schön, kann man das anfassen?", fragen die Kleinen in der ersten Reihe. "Es sieht so aus, als ob die Sterne nach oben geschossen werden und danach vom Himmel fallen", philosophieren einige Kinder.

In Bostel knallern nur Wenige für sich. Bereits zum vierten Mal hat der ganze Ort für das viertelstündige Spektakel zusammengelegt. "Das Kinderfeuerwerk ist einzigartig und gemütlich", erzählt Holger Knopke. Ständig trifft er hier auf Bekannte. "Jedes Jahr mischen sich immer mehr unbekannte Gesichter unter die Zuschauer. Über die Familien spricht es sich immer weiter herum." Der Vater von zwei Kindern ist begeistert vom Gemeinschaftsgefühl. "Zu Silvester sieht man, wie viel im Kleinen möglich ist." Was seinen Kindern besonders gefallen hat? "Alles", antworten sie.

Für Pyrotechniker Keven Becker ist das Kinderfeuerwerk in Bostel eine Herzensangelegenheit. Er betont: "Das ist mein persönlicher Höhepunkt des Jahres." Jedes Mal denkt er sich eine neue Komposition aus. "Für die Kinder sind die Effekte besonders bunt und verspielt", erzählt er. Ungefähr 2700 Euro verpulvern die Bosteler am Himmel. Dank der Hilfe von acht Freiwilligen halten sich die Kosten jedoch im Rahmen. Sie bauen die vielen Effekte auf und entsorgen hinterher den Müll. "So bleibt fast im ganzen Ort nichts mehr liegen", erläutert Becker.

27 Jahre lang hat Dirk Oesterreich vor Schülern gestanden – als Pädagoge, nicht "nur" als Lehrer, wie er betont. "Der Job kommt vom Hirn, der Beruf vom Herzen", definiert der 60-Jährige den Unterschied. Wie man nach dem Lehramtsstudium zum Pädagogen wird, darüber hat Oesterreich unter seinem Spitznamen "Autriche" ein humorvolles Buch geschrieben.

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