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Celle Stadt Gedo-Spezi? Falkenhagen fühlt sich als Opfer
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Gedo-Spezi? Falkenhagen fühlt sich als Opfer
13:38 13.06.2010
Von Michael Ende
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Celle Stadt

„In diesem Land können politisch Tätige sich anscheinend nur für Arbeitslose und Migranten engagieren und ihnen wertvolle Tipps geben. Sobald man sich anderen gesellschaftlichen Gruppen zuwendet, wird man von Ihnen verdächtigt Interessenvertreter zu sein“, rief FDP-Ratsfraktionsvorsitzender Joachim Falkenhagen am Donnerstag in Richtung der SPD-Ratsfraktion. „Unsere Ansprechpartner sind sowohl ALG-II-Empfänger und Migranten – aber eben auch Investoren und andere. Und das ist gut so!“

Wer auch immer anonym die Information gestreut habe, Falkenhagen pflege unzulässig enge Kontakte mit dem Einkaufscenter-Investor Gedo, habe nur ein Ziel, so Falkenhagen: Seine Person durch „üble Verdächtigungen“ zu beschädigen. Die gegen ihn losgetretene Kampagne sei der Versuch einer „politischen Hinrichtung“.

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CDU-Fraktionschef Heiko Gevers pflichtete Falkenhagen bei: Es sei nichts Anrüchiges dabei, wenn sich Politiker mit potentiellen Investoren austauschten: „Wir haben sogar zusammen mit Gedo-Vertretern gegessen - aber wir haben die Zeche selbst bezahlt.“ Man habe Gedo keine Ratsinterna verraten, sondern lediglich öffentlich zugängliche Informationen übermittelt: „Wenn die SPD da Verrat und Korruption wittert, dann wirft sie nur mit Dreck – nach dem Motto: Irgendwas bleibt schon hängen.“

Anscheinend habe man bei Falkenhagen einen „Nerv getroffen“ meinte Jürgen Rentsch (SPD). Wolf Wallat (Linke) hatte den hitzigen Schlagabtausch mit wachsendem Unbehagen verfolgt. Wer Falkenhagen Korruption unterstelle, schieße weit über das Ziel hinaus, so Wallat: „Das ist unappetitlich hier.“