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Gefäßchirurgie: Dr. Kayvan Baharmast neuer Chefarzt im AKH Celle

16:42 12.08.2020
Dr. med. Kayvan Baharmast
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Celle

Er hat in Teheran sein Abitur gemacht, in München studiert und ist seit 2006 als leitender Oberarzt in Celle tätig: Dr. Kayvan Baharmast kann auf einen spannenden Lebenslauf zurückblicken, der nun um eine Station reicher ist: Seit Kurzem ist er neuer Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie des Allgemeinen Krankenhauses (AKH) Celle. Baharmast tritt die Nachfolge von Dr. Uwe Brune an, der sich in den Ruhestand verabschiedet hat.

„Ich bin als erstes Kind meiner Eltern 1962 in Bandar Anzali, der größten iranischen Hafenstadt am kaspischen Meer geboren“, erzählt Baharmast. Der Vater war Internist, und so war es nicht überraschend, dass auch der Sohn Mediziner werden würde. Doch der Weg dahin war steinig.

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Steiniger Weg zur Arzt-Karriere

„Im Rahmen der sogenannten Kulturrevolution und wegen des Iran-Irak-Krieges kam es 1980 zur landesweiten Schließung der Universitäten und Hochschulen im Iran. Mein Ziel, Humanmedizin zu studieren, konnte ich deswegen zunächst nicht verfolgen“, erinnert sich der heutige Chefarzt. Die folgenden Jahre verdiente er sein Taschengeld mit Gelegenheitsjobs – unter anderem als Taxifahrer, Vertreter oder Nachhilfelehrer.

1983 beschloss die Regierung in Teheran, 1500 Studenten ins Ausland zu schicken. Voraussetzung war das erfolgreiche Bestehen eines landesweiten Examens, an dem mehr als 35.000 junge Frauen und Männer mit Abitur teilnahmen. „Ich habe das Examen bestanden. Mit Hilfe eines Schulfreundes, der damals bereits in München studierte, bekam ich ein Visum für Deutschland“, so Baharmast.

Die erste Station im März 1984 war München. Nach Deutschkursen und einem Studienkolleg studierte Baharmast von 1986 bis 1993 Humanmedizin an der dortigen Ludwig-Maximilians-Universität. In der Folge war er als Arzt unter anderem in Göttingen, Bad Kissingen, Hannover und Peine tätig.

Seit 2001 ist Baharmast Facharzt für Allgemeinchirurgie, seit 2004 führt er die Zusatzbezeichnung „Gefäßchirurgie“ und seit 2010 ist er von der Deutschen Gesellschaft der Gefäßchirurgie als „endovaskulärer Spezialist“ zertifiziert. „Als solcher lege ich besonderen Wert auf moderne und schonende Operationstechniken, die ich weiter voranbringen möchte“, sagt der neue Chefarzt der Gefäßchirurgie des AKH, der auch fundierte Kenntnisse in der Doppler- und Duplexsonographie besitzt und in den Bereichen Strahlenschutz, Röntgendiagnostik der Gefäße und Rettungsmedizin fachlich kundig ist.

"Zufriedenheit der behandelten Menschen steht an erster Stelle“

„Die Zufriedenheit der Menschen, die von mir und meinem Team behandelt werden, steht an erster Stelle“, unterstreicht der verheiratete Vater dreier Kinder. Das schafft Vertrauen – auch im Hinblick auf die zuweisenden Ärzte, mit denen er auch in seiner neuen Position eng zusammenarbeiten möchte.

Martin Windmann, Vorstandsvorsitzende der AKH-Gruppe, freut sich, dass der Chefarztposten mit einem Top-Mediziner aus den eigenen Reihen besetzt werden konnte. „Die Expertise von Dr. Baharmast wird allseits geschätzt, er kennt das Haus und genießt höchstes Vertrauen bei seinen Patienten und den ärztlichen Kollegen. Wir sind überzeugt, dass er die neue Aufgabe bestens meistern wird.“

Wohnortnahe Versorgung auf hohem medizinischen Niveau

Die Gefäßchirurgie/Gefäßmedizin befasst sich mit Erkrankungen der Blutgefäße. Am häufigsten treten dabei durch Kalkablagerungen bedingte Verschlüsse und Verengungen der Schlagadern (Arterien) auf, die zu Durchblutungsstörungen führen können. Die Gefäßchirurgie behandelt diese Durchblutungsstörungen mit verschiedenen therapeutischen Ansätzen. Neben den arteriellen Erkrankungen werden auch venöse Erkrankungen behandelt, am häufigsten Krampfaderbildungen.

„Wir bieten das gesamte Spektrum der modernen gefäßmedizinischen Behandlungen und somit wohnortnahe Versorgung der Patienten auf sehr hohem medizinischen Niveau“, erläutert der Chefarzt. „Das neugestaltete hochmotivierte ärztliche Team der Gefäßchirurgie ist eine optimale Mischung aus erfahrenen und jungen Kollegen.“

Benjamin Behrens 12.08.2020
Gunther Meinrenken 12.08.2020
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