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Gelder fließen in den Gewässerschutz: Auch Lachte und Örtze profitieren

11:36 18.08.2020
Die Lachte hat einige ökologisch hochwertige Gewässerabschnitte. Mit Landesmitteln sollen weitere dazukommen. Quelle: CZ-Archiv
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Celle

In dem seit 2012 laufenden Programm zur Förderung sogenannter kleiner Vorhaben der Fließgewässerentwicklung stehen dabei erstmals rund eine Million Euro an Fördermitteln zur Verfügung – finanzielle Hilfe, die auch in den Landkreis Celle fließt und hier die Gewässerqualität von Lachte, Lutter, Aschau sowie des Weesener und des Mühlenbachs verbessern soll.

Durch die Gelder werde das erfolgreiche Modell der Umsetzung von Vorhaben durch Vereine und Verbände gestärkt, teilte das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz gestern in Hannover mit. Mit der kontinuierlichen Umsetzung von Gewässerentwicklungsvorhaben soll die Erreichung der Ziele der Wasserrahmenrichtlinie unterstützt werden.

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Vorhaben bei besonders entwicklungsfähigen Gewässern

„Viele der nun zur Förderung vorgesehenen Vorhaben wurden von Partnern in der Gewässerallianz beantragt“, erklärt Johannes Leicht vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN). Mitglieder in der Gewässerallianz sind Unterhaltungsverbände, die gemeinsam mit dem NLWKN gezielt Vorhaben an hydrologisch besonders entwicklungsfähigen Gewässern durchführen.

Projekte im Landkreis Celle: Zur diesjährigen Förderung vorgesehen sind etwa die vom Fischereiverein Früh Auf Celle beantragte Anlage von Laichhabitaten am ehemaligen Wiesenwehr der Lachte, die vom Unterhaltungsverband Lachte geplante Anlage von Laichhabitaten an der Lachte (Schnittenkamp) sowie die vom Nabu-Kreisverband Celle betriebene Anlage von Laichhabitaten an der Lachte bei Boklint.

Zudem sollen mit den Landesgeldern Flächen in Gewässerkorridoren im Einzugsgebiet von Lachte und Aschau sowie im Bereich Lachte und Lutter durch den Unterhaltungsverband Lachte erworben werden.

Guter ökologischer Zustand als Ziel

Finanzielle Hilfen durch das Umweltministerium erhält auch der Unterhaltungsverband Örtze. Hier sollen die Gelder zur strukturellen Aufwertung des Weesener Bachs in Höhe Raakamp bei Lutterloh und zur Verbesserung der ökologischen Durchgängigkeit des Mühlenbachs/Neuen Baches am „Lindhorster Weg“ verwendet werden.

Die Wasserrahmenrichtlinie sieht vor, möglichst viele Fließgewässer in Europa in einen guten ökologischen Zustand zu versetzen. Voraussetzungen dafür sind eine gute Wasserqualität und naturnahe Gewässerstrukturen. Das Programm für kleine und mittlere Vorhaben der Fließgewässerentwicklung ergänzt die bisherige Förderung der Fließgewässerentwicklung mit Mitteln des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER). „Damit erweitert das Land die Möglichkeiten für Vereine und Verbände, aktiv an der Erreichung der Ziele der Wasserrahmenrichtlinie mitzuwirken“, so Leicht.

Von Klaus M. Frieling

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