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Celle Stadt Gelungener Liederabend beim Celler Künstlerverein
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Gelungener Liederabend beim Celler Künstlerverein
09:58 22.06.2018
Thomas Stimmel (am Klavier begleitet von Liese Klahn) überzeugte mit seiner Stimme beim Liederabend im Beckmannsaal. Quelle: David Borghoff
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Stimmel hat eine angenehm volle, dabei aber fast immer schlanke und gut fokussierte Stimme. Sie ist technisch bestens ausgebildet, hat Volumen und auch Tragfähigkeit beim leisen Singen. Das Allerwichtigste aber: Dieser Sänger kann gestalten und er hat eine meisterhafte Diktion. Da versteht man jedes Wort. Außerdem: Stimmel hat Lust und Freude daran, ausgefallenes, aber hörenswertes Repertoire zu erkunden. All das war bei seinem kurzen, aber guten Konzert im Beckmannsaal zu erleben.

Zunächst sang Stimmel den Eichendorff-Liederkreis von Robert Schumann mit viel Geschmack, weitem Atem und nicht zuletzt mit Mut zu Extremen, ohne dass etwas überzeichnet gewirkt hätte. Stimmel lotete fast meditative Momente genauso aus wie er anderer Stelle fast dramatische Steigerungen gestaltete, die aber nie aufgesetzt theatralisch wirkten. Mit Liese Klahn am Klavier hatte er eine ideale Partnerin, die sich offensichtlich ganz mit Stimmel einig war. Wunderbar, wie sie den komplett geöffneten Bösendorfer in all seiner Farbigkeit auskostete. So gut klingt dieser Flügel nicht immer.

Die anschließenden Mendelssohn-Lieder blieben dagegen etwas matt in der Darbietung, vor allem fehlte es da an der für diesen Komponisten so typischen Leichtigkeit. Hier geriet die Begleitung manchmal zu dick und zu wenig klar.

Dann gab es die Entdeckung des Abends: „Nightsongs“ von H. Leslie Adams. Nicht dass diese mit den Meisterwerken der deutschen Romantik mithalten könnten, nein, aber sie ergänzen diese durch eine ganz eigene Farbe. Die liegt irgendwo zwischen Neoromantik und Expressionismus mit dezenten Jazz-Einflüssen und Ausweichungen in vor 50 Jahren noch halbwegs avancierte Klangflächenbilder am Klavier. Adams Kompositionen erinnern manchmal an Gershwin, dann auch an französische Komponisten, letztlich aber hat diese Musik ihren eigenen Stil. Da war jedes Lied eine Entdeckung für sich. Die manchmal etwas romantisierende Klavierbegleitung mit recht viel Pedal, ließ die Lakonik eines Teils dieser Stücke manchmal in den Hintergrund treten. Das irritierte zwar gelegentlich, störte aber nicht weiter, denn insgesamt wirkten diese Darbietungen in sich schlüssig.

Von Reinald Hanke

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