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Generalstaatsanwaltschaft Celle ermittelt nach Anschlag von Einbeck

11:16 19.06.2020
Von Oliver Gatz
Nach dem Sprengstoffanschlagin Einbeck hat die Zentralstelle Terrorismusbekämpfung der Generalstaatsanwaltschaft in Celle die Leitung der Ermittlungen übernommen. Quelle: Andreas Babel
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Celle

Nach dem Sprengstoffanschlag von mutmaßlich rechtsextremistischen Tätern, bei dem in den frühen Morgenstunden des 10. Juni der Briefkasten in einem Wohnhaus in Einbeck zerstört wurde, hat die Zentralstelle Terrorismusbekämpfung der Generalstaatsanwaltschaft in Celle die Leitung der Ermittlungen übernommen. Das teilte die Strafverfolgungsbehörde am Donnerstag mit. Beim Zentralen Kriminaldienst der Polizeiinspektion Göttingen sei zudem für den Fall eine Ermittlungsgruppe eingerichtet worden.

Engagement für Organisation "Seebrücke"

Die Tat richtete sich gegen eine Frau, die sich gegen rechtsradikale Aktivitäten im Raum Einbeck und im Rahmen der Flüchtlingshilfe für die Organisation „Seebrücke“ engagiert, was auf eine politische Motivation der drei Beschuldigten hindeutet.

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Vermutlich rechtsextremistische Täter

Die kriminaltechnischen Untersuchungen der sichergestellten Reste des zur Explosion gebrachten Sprengkörpers durch das Landeskriminalamt Niedersachsen hätten ergeben, dass die Substanz dem Sprengstoffgesetz unterliegt. Gegen die Beschuldigten werde daher wegen des Verdachts der versuchten schweren Brandstiftung, des versuchten Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion, des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz und Sachbeschädigung ermittelt, so die Generalstaatsanwaltschaft weiter..

Zwei Beschuldigte des Sprengstoffanschlags in Untersuchungshaft

Auf dieser Grundlage hat die Behörde Haftbefehle gegen zwei der Beschuldigten beim Amtsgericht in Celle erwirkt, weil diese nicht über einen festen Wohnsitz verfügen und daher von Fluchtgefahr auszugehen ist. Die 23 und 26 Jahre alten Männer befinden sich den Angaben zufolge in Untersuchungshaft.

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