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Celle Stadt Haftstrafe für Dieb und Drogendealer aus Celle
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Haftstrafe für Dieb und Drogendealer aus Celle
06:00 10.09.2019
Amtsgericht Celle Quelle: Christian Link
Celle

Für die umfangreiche Beweisaufnahme reichte ein Prozesstag nicht aus: In dem Gerichtssaal mit der Vorsitzenden Jugendrichterin, zwei Schöffen, dem Angeklagten mit zwei Wachmännern, einem Verteidiger, einem Dolmetscher, zwei Sachverständigen sowie acht geladenen Zeugen wurden drei Diebstahl-Delikte und zwei Betäubungsmittel-Straftaten analysiert. So musste ein zweiter Prozesstag angesetzt werden.

In Handschellen und Fußfesseln auf Anklagebank

Der Junge Mann aus dem Balkan, der bereits seit mehreren Jahren in Deutschland lebt, wurde direkt aus dem Gefängnis von zwei Wachtmeistern in Handschellen und Fußfesseln auf die Anklagebank im Gerichtssaal geführt. Momentan verbüßt der junge Mann, der bereits sechs Einträge im Strafregister vorzuweisen hat, eine Gefängnisstrafe aus vorherigen Straftaten. Dieses Mal hat sich der Zwanzigjährige, dessen Tatvorwürfe nach dem Jugendstrafrecht verhandelt werden, wegen Diebstahl und Drogenhandel mit Marihuana zu verantworten.

Angeklagter mit Einschränkung für sein Handeln verantwortlich

Für die Urteilsfindung des Gerichts war die entscheidende Frage, inwieweit der Angeklagte für seine Straftaten, die er vollumfänglich zugab, auch verantwortlich sei. Eine Antwort erwartete sich das Gericht durch die beiden Sachverständigen, die bei dem Angeklagten unter anderem auch einen Begabungs- und Intelligenztest durchführten. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass aus ihrer Sicht der Angeklagte mit Einschränkung für sein Handeln verantwortlich sei. Allerdings hat dieser „eine lässige Grundhaltung, ist gehemmt und durch seinen Drogenkonsum häufig aggressiv und zeitweise steuerungsgestört“.

Vorgeworfene Taten werden vom Angeklagten zugegeben

Die weiteren Zeugenaussagen, auch die der fünf Kriminalbeamte, ergaben keine neuen Erkenntnisse. So konnte die Vorsitzende Richterin am zweiten Prozesstag die Beweisaufnahme abschließen. Im Anschluss gab die Staatsanwältin ihr Plädoyer ab. „Die vorgeworfenen Taten werden vom Angeklagten zugegeben. Insofern sind die Vorwürfe bewiesen. Strafmildernd wirkt sich das Eingeständnis aus, allerdings auch die Tatsache, dass aufgrund der Persönlichkeitsentwicklung des Angeklagten eine gewisse Beeinträchtigung der Schuldfähigkeit vorhanden ist. Deshalb fordere ich eine vierwöchige Haftstrafe (Arrest)“, so die Staatsanwältin.

Nach dreißig Minuten Beratungszeit Urteil verkündet

Die Verteidigung sah das ebenso, so dass das Schöffengericht bereits nach dreißig Minuten Beratungszeit das Urteil verkündete. „Der Angeklagte ist der vorgeworfenen Straftaten schuldig. Er wird zu einer Haftstrafe von vier Wochen verurteilt“, so die Vorsitzende Richterin. Der Angeklagte wurde mit Fußfesseln und Handschellen in die JVA gefahren, wo er noch mindestens bis November aufgrund vorheriger Verurteilungen einsitzen muss.

Von Günther Borchers

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