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Celle Stadt Beleidigung per Handy kostet 300 Euro Strafe
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Beleidigung per Handy kostet 300 Euro Strafe
12:19 04.12.2019
Celle

Der junge Angeklagte aus dem Westen des Landkreises kam mit seinem Verteidiger zur Gerichtsverhandlung vor der Jugendrichterin am Amtsgericht Celle. Der Vorwurf lautete schlicht „Bedrohung“. Dahinter verbarg sich laut Staatsanwältin eine Serie von beleidigenden Mitteilungen und auch Bedrohungen gegenüber der jungen Adressatin dieser Nachrichten. Äußerungen wie „Schlampe, Missgeburt und pass´ auf“ wurden mehrfach wiederholt. Auch die versteckte Androhung von Gewalt gegenüber ihrer Familie gehörten dazu.

Ermittlungen führten zur Anklage

Die junge Frau, selbst erst 18 und Schülerin, sprach mit ihrer Freundin darüber, sie fühlte sich bedroht. Aus Angst vor weiteren Mitteilungen beschloss sie, Anzeige zu erstatten. Diese Straftat und die Ermittlungen der Polizei führte dann zu einer Anklage.

Mandant möchte keine Aussagen machen

Im Gerichtssaal schwieg der junge Mann auch nach Aufforderung der Richterin, sich zu erklären. „Mein Mandant möchte keine Aussagen machen“, erklärte sein Verteidiger. Daraufhin wurde die Adressatin der bedrohlichen Mitteilungen als Zeugin angehört. Sie schilderte sehr genau, wie sich der Angeklagte verhalten hat und was geäußert wurde. Denn sie hatte alles ihrer Freundin gezeigt, die sie dann auch ermutigte, zur Polizei zu gehen.

Zeugenaussage glaubwürdig

Diese Zeugenaussage war für alle Beteiligten glaubwürdig. Auch für den Verteidiger, der um kurze Verhandlungsunterbrechung bat, um sich mit dem Angeklagten zu beraten. Kurz darauf gab er dann eine Erklärung für den Angeklagten ab. Darin gab er zu, dass er diese Mitteilungen geschrieben hat und dass die Aussagen der Zeugin stimmten.

Tathergang unstrittig

So konnte das Gericht auf weitere Zeugenaussagen verzichten. Der Tathergang war unstrittig. Im Plädoyer der Staatsanwältin erklärte sie den Angeklagten für schuldig und forderte nach dem Jugendstrafrecht eine Geldstrafe von 200 Euro plus Übernahme der Gerichtskosten.

Nach einer kurzen Unterbrechung verkündete die Richterin dann das Urteil. „Der Angeklagte wird zu einer Geldstrafe in Höhe von 300 Euro sowie Übernahme der Gerichtskosten verurteilt“. Somit ging sie über die Forderung der Staatsanwaltschaft hinaus. Für den Verurteilten wirkte sich laut Richterin die Tatsache erschwerend aus, dass dieser auch nach der Anklageerhebung bis kurz vor dem Prozess noch beleidigende Nachrichten abgesetzt hatte.

Von Günther Borchers

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