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Celle Stadt Glücks-Rezept?: Das raten die Celler
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Glücks-Rezept?: Das raten die Celler
20:14 19.03.2018
Von Audrey-Lynn Struck
Quelle: Oliver Knoblich
Celle Stadt

Aus neurobiologischer Sicht ist die Sache schnell erklärt: Wenn mehr Dopamin – auch bekannt als Glückshormon – gebildet wird und das Gehirn anregt, entsteht ein Gefühl von Zufriedenheit. Dank des Hormons wird man aber nicht nur glücklicher. Auch die Produktion von Endorphinen wird gefördert, die das Immunsystem stimulieren und Schmerzen lindern.

Auf der Suche nach dem Glück spielt zudem der Wohnort eine entscheidende Rolle. Laut dem „World Happiness Report“ führt in diesem Jahr Norwegen die Liste der glücklichsten Länder an. Deutschland kam auf Platz 15. Auch innerhalb des Landes gibt es Abstufungen. So sind die Norddeutschen zufriedener.

Geht man durch die Celler Innenstadt, bemerkt man schon von Weitem, wer glücklich ist. Die Augen sind offener, der Schritt langsamer und beschwingter, das Lächeln breiter. Eine Art Strahlen scheint von einigen Fußgängern auszugehen. Fragt man nach, was für sie Glück bedeutet und ob sie ein Rezept haben, erhält man überall ähnliche Antworten: Gesundheit, Familie, Freunde, seine Ziele erreichen und keine Sorgen haben – das ist Glück. Vor allem Mieke Hertwig aus Heintrop scheint den Augenblick sichtlich zu genießen. Er sitzt zusammen mit seinen Freunden in der Sonne auf einer Bank und schleckt ein Eis. „Dieser Moment ist eigentlich schon Glück“, so Hertwig.

Doch nicht alle scheinen dem Moment etwas Positives abgewinnen zu können. Einige hetzen gestresst über die Straßen. Kein Blick nach links, kein Blick nach rechts. Und auf keinen Fall lächeln. Mit ihrer Haltung nehmen sie sich selbst den kurzen Moment des Glücks. Aber ist das alles nur eine Einstellungssache? Nein. Vielmehr versperrt das körpereigene Gen SLC6A4 den Weg zum Glücklichsein. Liegt es in kürzerer Form vor, macht es anfälliger für Pessimismus.

Also die Daumen gedrückt halten, dass das eigene Gen lang genug ist, viel Schokolade essen sowie sich lange umarmen lassen, um die Dopaminproduktion anzukurbeln – und in den Urlaub nach Skandinavien fahren. Ergänzt man dann noch ein paar eigene Zutaten wie eine Handvoll Takte der Lieblingsmusik, Tanz, Sonnenstrahlen, Zeit mit Freunden und Familie, gutes Essen und einen Schuss Rotwein müsste man meinen, das Glücks-Rezept gefunden zu haben.

Aber selbst dann ist das Glück vergänglich wie ein Flügelschlag und ein Talent taucht genau dann nicht auf, wenn man es am dringendsten braucht. Selbst Ratgeber stoßen mit Tipps und Tricks irgendwann an ihre Grenzen, das ewige Glück scheint unerreichbar.

Aber vielleicht ist das auch gar nicht das Entscheidende. So sagte einst Sigmund Freud: „Die Absicht, dass der Mensch glücklich sei, ist im Plan der Schöpfung nicht enthalten.“ Und spätestens seit François Lelord Roman „Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück“ wissen wir nicht nur, dass Glück viele Gesichter hat und es ein Irrtum wäre zu glauben, das Glück wäre das Ziel, sondern auch, dass es eine Sichtweise auf die Dinge ist. Jeden Tag kann man aufstehen und sich vornehmen glücklich zu sein. Und wer weiß? Mit einem Lächeln und der richtigen Schokolade wird man zumindest an vielen Tagen mit der Strategie Erfolg haben.

Wenn historische Stahlkonstruktionen so korrodiert sind, dass sie mit Holzbalken provisorisch abgestützt werden müssen, damit das Ganze nicht zusammenbricht, dann muss man sich darüber Gedanken machen, ob das marode Metallfachwerk nicht ein Fall für den Abrissbagger sein könnte. Bezogen auf die vom Bauhaus-nahen Architekten Otto Haesler in der Zeit der Weimarer Republik errichtete Siedlung Blumläger Feld ist diese Frage ganz akut, denn die Bewohner der Siedlung sind von der städtischen Wohnungsbaugesellschaft (WBG) zum Auszug aufgefordert worden. Ob und wie die angeschlagenen Baudenkmale gerettet werden können, sollen weitere Prüfungen ergeben.

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