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Celle Stadt Gourmetmeile: Wirte wollen an Erfolgskonzept anknüpfen
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Gourmetmeile: Wirte wollen an Erfolgskonzept anknüpfen
10:25 24.06.2010
Von Oliver Gatz
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Celle Stadt

„Wir verspüren Lust weiterzumachen“, sagt Fürstenhof-Chef Ingo Schreiber. „Aber die Rahmenbedingungen müssen passen.“ Nach der großen Resonanz auf die Gourmetmeile beim Tag der Niedersachsen ist bei den Spitzengastronomen die Idee aufgekommen, an dem Konzept festzuhalten. Ob es dabei auf eine eigenständige Veranstaltung oder eine Einbindung in bestehende Feste wie Weinmarkt, Altstadtfest oder Streetparade hinausläuft, ist offen.

Es gehe darum, eine Lösung zu finden, die für alle wirtschaftlich sinnvoll sei, sagt Schreiber. „Es muss sich finanziell lohnen.“ Die Höhe der Standgebühren und die Aufrechterhaltung des Restaurant-Betriebs spielten dabei eine Rolle. Für ein gemeinsames Konzept wären nach Ansicht des Fürstenhof-Chefs etwa 20 bis 25 Gastronomen nötig. Als passenden Rahmen kann sich Schreiber den Weinmarkt vorstellen.

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Andreas Köllner von Köllners Landhaus in Boye steht den Plänen prinzipiell offen gegenüber. Kosten für die Bereitstellung der Infrastruktur wie Strom- und Wasserversorgung müssten aber berücksichtigt werden. Überdies hänge der Erfolg einer solchen Veranstaltung auch immer vom Wetter ab, sagt Köllner.

Sven Hütten vom Restaurant Allerkrug plädiert für eine eigene Veranstaltung und spricht sich gegen eine Einbindung etwa in den Weinmarkt aus. Dort seien die Standgebühren „horrend“. Wenn die Stadt die gehobene Gastronomie in geschlossener Form als Gourmetmeile haben wolle, müsse sie den Wirten entgegenkommen, fordert Hütten.

Veranstaltungsleiter Alexander Hass betont, dass er gemeinsam mit den Gastronomen Ideen entwickeln wolle. Von einer Einbindung in den Weinmarkt rät er ab. „Das ist eine Veranstaltung, die ihren eigenen Charakter hat und die funktioniert.“ Das bisherige Konzept habe sich bewährt.

Gleichwohl sieht Hass die Möglichkeit, mit gehobener Gastronomie das Altstadtfest oder die Streetparade aufzuwerten. Hinsichtlich der Versorgung der Stände mit Strom und Wasser sieht er dabei „Synergieeffekte“. Die Kritik an zu hohen Standgebühren weist Hass zurück. Im Vergleich mit anderen Städten bewegten sich die Mieten im üblichen Rahmen. „Eine Veranstaltung muss sich refinanzieren“, betont Hass. Aspekte wie die Bereitstellung von Sicherheitspersonal, Toiletten sowie Strom und Wasser flössen in die Höhe der Standgebühren ein.

Die Stände auf dem Mittelaltermarkt des Niedersachsentages sind am vergangenen Sonntag nicht vorzeitig abgebaut worden. Darauf weist Manfred Angelov vom Ritterbund Hartmann von Aue hin. Die Händler hätten von ihm um 18.15 Uhr die Freigabe zum Abbau erhalten. Dies sei angesichts der zum Teil langen Abbauzeit und langen Fahrzeiten der Händler nur verständlich. Nach Angelovs Angaben seien hingegen die Stände auf der Integrationsmeile in der Schuhstraße vorzeitig abgebaut worden.