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Celle Stadt Neuer Kirchenkreistag nimmt seine Arbeit auf
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Neuer Kirchenkreistag nimmt seine Arbeit auf
08:21 14.03.2019
Von Dagny Siebke
Das neue Präsidium des Kirchenkreistages (von links): Pastor Andreas Seelemeyer, Jörg Zimmermann (Vorsitzender), Maya Tsantilis, Volker Deiters und Pastor Diemo Rollert Quelle: Fremdfotos/eingesandt
Celle

Mit der Wahl von Jörg Zimmermann aus der Kirchengemeinde Klein Hehlen zum neuen Vorsitzenden des gesetzgebenden Parlamentes steht dem Kirchenkreistag nach dem Ausscheiden von Pastor Wilfried Manneke aus diesem Leitungsamt nun wieder ein Laie vor. Zimmermann verfügt bereits seit vielen Jahren über große Erfahrungen im Bereich des Stellenplanungs- und Strukturausschusses, der sich um die Verteilung der Personalmittel kümmert. Dieser Ausschuss schlägt dem Kirchenkreistag die Verteilung der Personalmittel vor, die einen Löwenanteil des jährlichen Haushaltes in Höhe von 6,6 Millionen Euro ausmachen. Neben Zimmermann wurden Maya Tsantilis, Volker Deiters und die Pastoren Andreas Seelemeyer und Diemo Rollert gewählt.

In Mammutsitzung auch Ausschüsse gebildet

Das operative Tagesgeschäft zwischen den Sitzungen des Kirchenkreistages übernimmt der Kirchenkreisvorstand, der ebenfalls neu gewählt wurde. Neben Wilfried Burghard, Barbara Paschke, Ingfried Schawohl und Pastor Jan Postel, die bereits dem alten Kirchenkreisvorstand angehörten, sind Pastorin Alexandra Eimterbäumer, Pascal Licht und Hilke Drögemüller-Brese neu das monatlich tagende Gremium gewählt worden. Superintendentin Andrea Burgk-Lempart ist geborenes Mitglied des Kirchenkreisvorstandes und dessen Vorsitzende.

In seiner fünfeinhalbstündigen Mammutsitzung hat der Kirchenkreistag ebenfalls durch Wahlen die Ausschüsse Bau, Diakonie, Haushalt, Kinder- und Jugend, Stellenplanung gebildet. Die Ausschüsse Umwelt, Südafrika-Partnerschaft sowie Schul- und Bildungsausschuss werden in der Sommersitzung des Kirchenkreistages besetzt werden.

Immer weniger Konfirmanden

Zwischen den verschiedenen Wahlakten wurde dem neuen Kirchenkreistag der Rechenschaftsbericht des Kirchenkreisvorstandes präsentiert, der neben einer Übersicht über die aktuelle Situation des Kirchenkreises auch einen Ausblick über die künftigen Aufgaben wagt. Gegenwärtig gehören den 30 Kirchengemeinden 77.500 Mitglieder an. Wie der stellvertretende Superintendent Uwe Schmidt-Seffers erläuterte, ist die Zahl der Taufen mit 630 erfreulich konstant geblieben. Auch die Zahl der Beerdigungen ist mit 1178 nahezu unverändert. „Signifikant rückläufig“, so Schmidt-Seffers, „ist allerdings die Zahl der Konfirmanden. Waren es vor sieben Jahren im gesamten Kirchenkreis noch 927 Konfirmanden, wurden im vergangenen Jahr nur noch 712 gezählt.“

Künftig, so Schmidt-Seffers, müssten sich die kirchenleitenden Gremien vor allem mit dem Personalmangel beschäftigen: „Wir sehen großen Schwierigkeiten in allen Berufsgruppen von den Pastoren und den Erzieherinnen, den Kirchenmusikern, Diakonen bis hin zu den Fachkräften im Pflegbereich und in der Verwaltung.“

Ganze Stellen für Seelsorger schaffen

Mit Blick auf die Versorgung mit Seelsorgern bemüht sich der Kirchenkreis darum, attraktive Stellen zu schaffen. Das bedeutet, dass möglichst ganze Stellen geschaffen werden. Schmidt-Seffers: „Wir haben in der Vergangenheit aufgrund der Budgetkürzungen zu viele Teilstellen für Pastoren geschaffen. Jetzt geht es darum, dass wir künftigen Bewerben neben ganzen Stellen auch gut renovierte Pfarrhäuser anbieten können.“ Wie wichtig diese Maßnahmen seien, so Schmidt-Seffers, zeige sich auch daran, dass bis 2029 fast die Hälfte der Pastorinnen und Pastoren das Pensionsalter erreicht.

Zu den künftigen Aufgaben zählt der Kirchenkreisvorstand in seinem „Übergabebericht“ die Stärkung von gemeindlichen Kooperationen, die Mitarbeitergewinnung in allen Tätigkeitsbereichen sowie die Mitarbeiterbindung. Dazu gehört auch die Einführung des Gebäudemanagements und eine weitere Profilbildung der Gemeinden.

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