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Celle Stadt Große Sinfonik mit Leidenschaft in Celler Congress Union
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Große Sinfonik mit Leidenschaft in Celler Congress Union
13:35 18.06.2018
Quelle: David Borghoff
Celle Stadt

Bei einem Orchester, das zu einem großen Teil aus ambitionierten Laien besteht, könnte man da nicht einmal böse sein, denn auch Profiorchester spielen diese Musik nicht immer so, wie man sie sich wünscht. Aber an diesem Abend klappte der anspruchsvolle Programmauftakt auf hohem Niveau. Da machte das Zuhören Spaß. Und die Tatsache, dass das Vorspiel wegen des fehlenden anschließenden Chores in einem abrupten Nichts endete, mag vielleicht irritiert haben, setzte aber im Kopf der Zuhörer die Assoziationen frei, wie es nun weitergehen könnte.

Danach folgte Antonin Dvoraks geradezu singuläres Cellokonzert. Dazu hatte Eckhard Pohl den aus Celle stammenden Cellisten Valentino Worlitzsch engagiert, was sich als Glücksgriff erwiesen hat. Nicht nur dass Worlitzsch einen klaren, weichen und sanglichen Ton aus seinem Instrument herausholte, er gestaltete die Musik auch bestens. Da gab es keinen Moment Leerlauf oder musikalische Behauptungen, die nur in den Raum gestellt worden wären. Ganz im Gegenteil. Hier wirkte jeder Ton beglaubigt durch des Musikers tiefes Verständnis dieser Musik. Dabei verlor sich Worlitzsch nie in zusammenhanglose Details oder selbstzweckhaftem Schönklang. Alles wirkte eingeordnet in einen großen musikalischen Kontext, wurde Teil eines großen, atmenden Spannungsbogens. Und das Orchester unterstützte ihn dabei nach Kräften. Man hörte sehr genau aufeinander und fand so zu einem subtilen Zusammenspiel, das sehr überzeugte.

Generell konnte einmal mehr gefallen, mit welch musikalischer Leidenschaft in diesem Orchester agiert wird. Man hört hier eben in besonderem Maße, dass solche Konzerte für alle Mitwirkende Herzensangelegenheiten sind. Das macht sicher für den Zuhörer einen Teil des besonderen Reizes derartiger Veranstaltungen aus. Ob man in derlei Konzerten dann immer die großen Meisterwerke der Musikgeschichte angehen muss – Werke, die, wie Schuberts sogenannte „Unvollendete“ als letzten offiziellen Programmpunkt, jeder schon in meisterhaften Aufführungen oder Aufnahmen gehört hat – das darf bezweifelt werden, denn natürlich müssen in der Wiedergabe dann immer wieder Abstriche gemacht werden. Es ist eben nicht zu vermeiden, dass es bei den Streichern bei der Intonation das eine und andere Mal schwierig wird. Und auch die Anspannung bei den solistisch agierenden Bläsern lässt nicht immer den Ton in seiner schönsten Form entstehen oder auch mal einen Einsatz verwackeln. Geschenkt: Bei einem solchen Orchester ist das zweitrangig. Was zählt, das ist der kollektive Gestaltungswille. Und der war mal wieder so, dass alle zufrieden nach Hause gegangen sein dürften – und sich auf das nächste Konzert am 2. Dezember freuen.

Von Reinald Hanke

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