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Celle Stadt Großer Bedarf nach Beratung – doch kein Geld
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Großer Bedarf nach Beratung – doch kein Geld
15:14 13.06.2010
OB Dirk-Ulrich Mende wird von dem AWO Vorstand Begrüßt Quelle: Peter Müller
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Celle Stadt

Der AWO-Ortsverein Celle möchte seine Beratungsstellen ausbauen. Dazu fehlt es jedoch an finanziellen Mitteln. Ortsvereinsvorsitzender Manfred May hat nun die Stadt um eine Finanzspritze gebeten. Zusammen mit Vorstandsmitgliedern aus dem Kreisverband und dem Ortsverein stellte er Oberbürgermeister und AWO-Mitglied Dirk-Ulrich Mende seine Arbeit vor.

Oberstes Anliegen der AWO ist die Integrationsberatung. Sie soll zu einer Vollzeitstelle aufgestockt werden. Bis vor kurzem war die Stelle noch eine halbe Stelle, ist vom Land im Juli dann zu einer Dreiviertelstelle aufgestockt worden. „Ab dem 1. Januar 2010 wünschen wir uns eine Vollzeitstelle, denn der Bedarf nach Integrationsberatung ist einfach riesig“, so May. Die Beraterin, die Türkin Dilek Ham aus Braunschweig, hätte alle Hände voll zu tun. Seit zweieinhalb Jahren ist sie bei der AWO für die Integrationsberatung zuständig, montags bis donnerstags von 9 bis 16 Uhr.

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„Bei dieser Beratung geht es um Hilfe zur Selbsthilfe“, so May. Mit ganz alltäglichen Dingen oder auch bei Unterstützung im Bürokratiedschungel würden die Menschen, hauptsächlich mit Migrationshintergrund, zur Beraterin kommen. Von Vorteil sei, dass sie sowohl türkisch als auch kurdisch sprechen würde.

Die Schuldnerberatung, die bisher nur einmal in der Woche angeboten wird, soll ebenfalls ausgebaut werden, denn auch hier ist die Nachfrage groß. „Unsere Schuldnerberatung, im Angebot seit April, wird sehr gut in Anspruch genommen“, so May.

Doch Oberbürgermeister Mende verweist auf die schwierige Finanzlage Celles. „Ich kann nicht viel versprechen. Der Haushalt der Stadt gibt nicht viel her“, sagt Mende. „Ich habe viel Verständnis für die Arbeit der AWO. Integration ist wichtig. Die AWO bietet ein niedrigschwelliges Angebot, doch können wir wirtschaftlich gesehen nicht aus dem Vollen schöpfen“, fügt er hinzu.

Die AWO soll nun ihr Anliegen dem Sozialausschuss der Stadt vortragen.

Von Rebekka Schrimpf