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Celle Stadt Heimat braucht Gemeinschaft
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Heimat braucht Gemeinschaft
21:07 18.07.2011
Von Gunther Meinrenken
Festessen der Schützen 2011 Quelle: Peter Müller
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Celle Stadt

„Grünkohl mit Brägenwurst und Rote Grütze“, das fällt Gevers beim Begriff Heimat ein, dazu kleine grüne Felder, Flüsse und Wälder. Gevers machte bei seiner Rede auf Heimat und Vaterland deutlich, dass Heimat in erster Linie ein starkes Gefühl ist, das von jedem anders empfunden wird. Der Klang der Heimatkirche gehört ebenso dazu, wie der Garten der Großmutter fasste Gevers Heimatgefühle weiterer Deutscher zusammen.

Gekonnt schlug der CDU-Fraktionsvorsitzende einen Bogen zu den Schützen. „Und dann spüre ich, wie es es gestern erleben durfte, beim Schützenumzug durch unsere schöne Altstadt: dies ist meine Heimat.“ Wobei Gevers die Gemeinschaft betonte: „Heimat ist etwas, das in uns entsteht, sich entwickelt, und was sich besonders entwickelt, wenn wir es in Gemeinschaft mit anderen teilen.“

Zuvor hatte der Oberste Hauptschaffer, Detlev Doering, bei der Begrüßung der Gäste durchaus ernste Worte für die Vertreter von Politik und Verwaltung gefunden. Den Planungen für die Allerinsel stünden die Schützen nicht im Wege, aber sie müsse als Heimat der Schützen erhalten bleiben, so Doering.

Mit seinem ganz speziellen Humor würdigte Pastor Friedhelm Klein in seiner Rede auf die ältesten Bürger Inge Walter von der Hehlentor Schützengesellschaft und Hinnerk Höster von der Neustadt-Altenhäusener Schützengesellschaft. Eine Kostprobe des Klein‘schen Witzes gab es bereits vor der Laudatio. Versehen mit einem Schultergurt betrat Klein das Rednerpult. „Ich bin leider auf die Schulter gefallen, aber nicht auf den Kopf“, merkte der Pastor an, dass seine stärkste Waffe, das Wort, noch durchaus in Takt sei. Doch leider könne man an dem Rednerpult nur „mit dem Bauchnabel gut lesen, mit den Augen nicht“, gab Klein die Anregung, den Tischler zu bitten, das Pult auf „unser deutsches Gardemaß“ zu bringen.

Gespannt warteten die geladenen Gäste auch auf die Enthüllung des Porträts von Hauptkönig Oliver Opitz von der Schützengesellschaft Altenceller-Vorstadt. Unter viel Beifall für die Künstlerin Sofie Siwek, die von Hauptschaffer Detlev Doering einen Blumenstrauß als Dankeschön erhielt, wurde das Bild von Opitz enthüllt. Im Anschluss war es an Hans-Georg Katins, Vorsteher der Schützengesellschaft Altenceller-Vorstadt, die Rede auf die Könige zu halten. Mit viel Liebe zum Detail würdigte Katins die scheidenden Majestäten und sorgte dabei für manche Lacher im Publikum. Heute Abend werden die neuen Könige proklamiert. Gunther Meinrenken