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Celle Stadt Hoch hinaus an der Kletterwand
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Hoch hinaus an der Kletterwand
15:56 26.07.2016
Lea Schiemann zeigtden Teilnehmern dierichtige Kletter-Technik. Quelle: Jonas Peisker
Celle Stadt

An der grauen Wand sind Griffe in den verschiedensten Farben und Formen angebracht. Manche Abschnitte lassen sich senkrecht nach oben klettern, andere hängen mehr oder weniger weit über. Unerschrocken versuchen die Kinder, die Wand zu erklimmen. Das Ziel: die Decke der Halle erreichen.

Das gelingt nicht immer. Dann ist auf die aufmerksamen Betreuer des Deutschen Alpenvereins (DAV) Verlass. Gesichert an dem Seil, das am Klettergurt befestigt ist, gelangen die Kinder auch sicher nach unten, wenn sie einmal den Halt verlieren.

„Ich schaffe es bestimmt bis ganz nach oben“, gibt Giana sich selbstbewusst, „ich bin sogar schon mal am Berg geklettert.“ Tatsächlich klettert sie souverän die Wand empor. Dann heißt es: Hände an das Seil vor dem Bauch und leicht von der Wand abstoßen. „Wie ein kleiner Frosch“, erklärt Lea Schiemann, Jugendleiterin vom DAV.

Der DAV hofft, die jungen Kletterer für den Sport zu begeistern. Guntram Herrendorf weiß: „Es kommt nicht nur auf Kraft, sondern auch auf die richtige Technik und einen guten Bewegungsablauf an.“ Klettern ist ein Sport bei dem die eigenen Grenzen immer wieder getestet und erweitert werden können. Gleichzeitig ist es eine Aktivität, die Gemeinschaft stärkt.

„Klettern fördert die soziale Kompetenz sehr. Wenn man sich gegenseitig sichert, muss man ein Vertrauensverhältnis aufbauen. Dazu braucht es ständige Kommunikation“, so Herrendorf.

„Das machst du klasse – nur noch ein kleines Stück“, ruft Lea Schiemann unterdessen. „Die Wand mit dem stärksten Überhang hat noch niemand auf Anhieb geschafft“, versichert sie. Das hält die jungen Kletterer aber nicht davon ab, es zu versuchen. Wer die einfacheren Wände schon gemeistert hat, kann sein Können an schwierigen Routen erproben.

Vegas findet: „Es ist einfacher als ich es mir vorgestellt hatte. Ich habe es schon zweimal bis nach oben geschafft.“ Aber wenig weiter wartet schon die nächste Wand und damit die nächste Herausforderung.

Von Jonas Peisker