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Celle Stadt Hölty-Gymnasium hat weitgereisten Besuch
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Hölty-Gymnasium hat weitgereisten Besuch
15:20 13.06.2010
Der Russischkurs der elften und zwölften Klasse des Ludwig-Hölty-Gymnasiums mit den Gästen aus St. Petersburg. Quelle: Peter Müller
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Von St. Petersburg nach Celle: Der Russischkurs der elften und zwölften Klasse des Ludwig-Hölty-Gymnasiums hat derzeit weitgereiste Gäste. Die Schüler der russischen Partnerschule sind im Rahmen des Projekts „Zerfall der Sowjetunion“ für eine Woche zu Besuch in Celle. „Sie haben historische Gegenstände wie Geldscheine, Parteiausweise und Abzeichen mitgebracht“, sagt Hermann Schwarz. Der 18-Jährige hat wie die meisten Kursteilnehmer einen russischen Hintergrund und hatte deshalb während des Projekts keine Verständigungsprobleme.

Die deutschen Schüler schickten zehn Fragen nach St. Petersburg, die sie von Zeitzeugen aus der Ära der Sowjetunion beantwortet haben mochten. Die Zeitzeugen unterschiedlichen Alters bekamen sämtlich die gleichen Fragen vorgelegt. Den deutschen Schülern ging es darum, die persönliche Meinung der Zeitzeugen in Erfahrung zu bringen – ohne Anspruch auf Objektivität. Gleichzeitig verwendeten sie den Fragenkatalog im eigenen Umfeld und befragten Familienangehörige zu deren Erfahrungen aus der Zeit der Sowjetunion. Im Anschluss tauschten die Schüler ihre Interviews aus.

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Die Ergebnisse präsentierten die deutschen und russischen Schüler am vergangenen Freitag gemeinsam in einer Ausstellung mit zweisprachigen Vorträgen und Plakaten. „Da sich die Hintergründe der Befragten ähneln, waren auch die Ergebnisse ähnlich“, fasst Kursteilnehmerin Katja Stumpf zusammen. In der Tendenz mochten die Befragten die Zentralverwaltungswirtschaft in der Sowjetunion nicht und äußerten sich negativ über den damaligen Warenmangel sowie den Schwarzmarkt.

Von Paul Gerlach