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Celle Stadt Abschiedsfeier zwischen Lachen und Trauer
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Abschiedsfeier zwischen Lachen und Trauer
16:41 17.06.2019
Marlies Wegner (links) wurde in den Ruhestand verabschiedet. Ihr Amt als Leiterin des Hospizhauses Celle übernimmt Inga Janßen. Quelle: Doris Hennies
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Celle

„Das Hospiz ist wie ein Mobile: Es bewegt und verändert sich ständig, bleibt dabei aber immer ein Ganzes. Jeder hat seinen Platz. Der Faden, der uns verbindet, ist unsere hospizliche Haltung." Nicht von ungefähr wurden diese Sätze aus dem Leitgedanken der Hospizbewegung für die Einladung zur offiziellen Verabschiedungsfeier von Marlies Wegner gewählt. Wie kaum eine andere hat sie 14 Jahre lang als Leiterin des Hospizhauses Celle ihre „hospizliche Haltung“ unter Beweis gestellt und für ihre Arbeit und ihr Engagement unter anderem 2017 das Bundesverdienstkreuz verliehen bekommen.

Unterhaltsame Laudatio vom Landesstützpunkt Hospizarbeit

Zur Abschiedsfeier der in den Ruhestand entlassenen „Hospiz-Aktivistin“ im Kreistagssaal sprachen vor rund 120 geladenen Gästen unter anderem der Landtagsabgeordnete Thomas Adasch (als Vertreter des Landrats). Während er insbesondere Wegners große Verdienste thematisierte, geriet das Grußwort von Ulrich Domdey (Landesstützpunkt Hospizarbeit und Paliativversorgung Niedersachsen) zur unterhaltsam-launigen Laudatio.

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"NÖ" in Form eines Auto-Länderkennzeichens

Als langjähriger Mitstreiter hatte Domdey gleich ein ganzes Bündel von Geschenken dabei – vom selbstgemachten Johannisbeergelee (Wegners Marmeladen bereichern jeden Hopizbasar) bis zum brennenden Windlicht (sie sei ein ansteckendes Licht und mit ihrer Wärme ein Leuchtturm für Viele gewesen, die sich für die Hospizarbeit und dem Hospizgedanken interessierten). Am besten von allen Geschenken kam bei den Gästen das schlichte norddeutsche "NÖ" in Form eines Auto-Länderkennzeichens an: Sie habe ihre Überzeugungen stets mit Klarheit und Standfestigkeit vertreten, da sei auch ihr "Nö" häufiger mal zu hören gewesen.

Bewegende Beispiele aus 14 Jahren Praxis

Mit ihrem Beitrag "Hospiz im Dialog" brachte Marlies Wegner dann wieder tiefe Ernsthaftigkeit in die Feierstunde: Beispiele aus 14 Jahren Praxis – mitunter schwere Begleitungen und sehr traurige Schicksale. Daran wollte sie verdeutlichen, was hospizliche Haltung in der Praxis gelebt ausmacht. Fazit und Bilanz gleichermaßen, die betroffen machten. Mit einem Schlusswort zwischen Weinen und Lachen verabschiedete sich die nun ehemalige Leiterin des Hospizhauses Celle und übergab ihr Amt an Nachfolgerin Inga Janßen.

Musikalisch wurde die Feier eingerahmt vom Gospelchor Movement Wienhausen.

Von Doris Hennies

Dagny Siebke 17.06.2019
Gunther Meinrenken 17.06.2019
Benjamin Behrens 17.06.2019
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