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Celle Stadt Immissionen
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Immissionen
15:28 13.06.2010
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Celle Stadt

„Emissionen verursachen Immissionen“, erklärt Bezirksschornsteinfeger Karl-Wilhelm Harnack. „Eine Emission ist zum Beispiel die Geruchsbelästigung durch nicht fehlerfrei funktionierende Feuerstätten.“ Deshalb müssten Feuerstätten – wie Kamine oder Öfen –, je nach Baujahr, Art und Leistung regelmäßig überprüft werden. „Wir messen die Emissionen, die Schadstoffe in den Abgasen und ermitteln unter anderem, welchen Wirkungsgrad eine Feuerstätte hat“, so Harnack. „Gut funktionierende Feuerstätten, die regelmäßig gewartet werden, sind ein Garant für schadstoffarmes Heizen.“

Neben den vom Menschen gemachten Emissionen, beispielsweise Autoabgase, gibt es auch natürliche Quellen – so genannte Emittenten. Rinder und Sümpfe stoßen beispielsweise Methan aus, Pflanzen verstreuen Pollen und Vulkane produzieren Schwefeldioxid.

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Ob eine Quelle als „Emittent“ und ein Stoff- oder Energiefluss als „Emission“ oder „Immission“ bezeichnet wird, hängt primär davon ab, ob der Vorgang umweltrechtlich relevant ist und nicht, ob der Vorgang „unnatürlich“ ist. Dabei bezieht sich der Begriff Emissionsquelle also nicht auf den natürlichen Emittenten.

Immissionen lassen sich vorrangig dadurch begrenzen, dass Emissionen begrenzt werden. Das Ausmaß einer stofflichen Immission wird durch die Immissionskonzentration angegeben. Um schädliche Wirkungen durch Immissionen auf Mensch und Umwelt zu verhindern, gibt es für bestimmte Stoffe und Umweltmedien Immissionsgrenzwerte. Das Bundes-Immissionsschutzgesetz regelt diese.

Der Gesetzgeber kann einem Vulkan nicht verbieten, Schwefeldioxid abzusondern, wohl aber eine allfällige Quellfassung fordern. So darf natürliches Wasser, das gewisse Grenzwerte überschreitet, nicht für die Trinkwasserversorgung genutzt werden – der Eintrag im Sinne des Umweltrechts entsteht hier erst durch die Wassernutzung.

Von Jasmin Nemitz