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Celle Stadt In Spielhalle ausgerastet und Angestellte beleidigt
Celle Aus der Stadt Celle Stadt In Spielhalle ausgerastet und Angestellte beleidigt
15:24 13.06.2010
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Celle Stadt

Es sei nicht sein Tag gewesen, als er zur besagten Tatzeit die Spielhalle an der Waller Straße betrat, sagte der Angeklagte. Der noch bei seiner Mutter wohnende Arbeitslose erzählte, dass er nach einem Streit Angst gehabt habe, seine Lebensgefährtin und ihr gemeinsames Kind zu verlieren. So habe er sein Glück beim Spiel versuchen wollen und das Automatenkasino betreten.

Doch auch nach einiger Zeit des Spielens habe der Erfolg sich nicht eingestellt. Nachdem er nach eigenen Angaben bereits 100 Euro an dem Automaten verloren hatte, rastete er aus und schlug auf die Tasten ein. Die Spielhallenaufsicht habe ihn daraufhin freundlich gebeten, das Lokal zu verlassen, da er bereits Hausverbot habe. Aufgebracht beschimpfte der Angeklagte die Angestellte und räumte den Tresen ab. Auf unflätige Weise drohte er damit, mit ihr und ihrer Chefin Geschlechtsverkehr haben zu wollen. Ein Wasserglas ging in dem Trubel ebenfalls zu Bruch. Ob dieses vom Täter absichtlich geworfen worden war, konnte kein Zeuge bestätigen.

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Ein geworfenes Wasserglas stellt in den Augen des Gerichts eine versuchte Körperverletzung dar, Beleidigung kann jedoch nur verfolgt werden, wenn das Opfer Anzeige erstattet. Diese wurde von der Angestellten aufgrund des freundschaftlichen Verhältnisses zum Opfer wieder zurückgezogen. Körperverletzung konnte dem Iraner nicht nachgewiesen werden, was den Freispruch zur Folge hatte.

Von Stefan Kübler