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Celle Stadt „Es ist jeden Abend anders“
Celle Aus der Stadt Celle Stadt „Es ist jeden Abend anders“
10:01 17.05.2019
Von Jürgen Poestges
Helene Bockhorst kommt in die CD-Kaserne. Quelle: Sascha Moll
Celle

Helene Bockhorst hat eine Pause im Tour-Alltag. Zu Hause in Hamburg beantwortet sie die Fragen von CZ-Redakteur Jürgen Poestges. Am 22. Mai ist sie im Rahmen der Reihe „Pastinaken & Poeten“ um 20 Uhr
in der CD-Kaserne zu Gast. In „Die fabelhafte Welt der Therapie“ verarbeitet sie ihre eigenen Erfahrungen.

Ihr Programm wird Depri-Comedy genannt. Ist es für Sie eine Therapie?

Auf jeden Fall. Ich bin eigentlich überhaupt kein Bühnenmensch und habe vor jedem Auftritt Lampenfieber, mal mehr und mal weniger. Man entwickelt dann seine eigene Technik, um damit fertig zu werden. Dabei ist es auch egal, ob viele oder wenige Leute hinter dem Vorhang warten.

Wie haben Sie den Weg für sich in die Comedy gefunden?

Ich bin über das Schreiben dazu gekommen. Ich habe schon immer Geschichten entwickelt, später habe ich viel Poetry-Slam gemacht. Und irgendwann entstand die Idee, ein eigenes Programm zu machen. Ich hatte das Gefühl, dass ich mehr zu erzählen habe. Im Oktober des vergangenen Jahres war die Premiere meines ersten Programms.

Therapieren Sie sich mit dem Bühnenprogramm selbst?

Ich habe mich in meinem früheren Leben und in meinem Beruf nicht wohlgefühlt. Ich habe immer versucht, mich anzupassen, nicht aufzufallen. Das wurde irgendwann zu viel für mich. Es gibt doch keinen besseren Ort zum „Anormal-Sein“ als in der Comedy auf der Bühne. Ich habe gelernt, dass ich dort so sein kann, wie ich bin.

Waren Sie von den vielen positiven Reaktionen überrascht?

Wenn man mit einem Comedy-Programm auf die Bühne geht, hofft man natürlich, dass die Menschen, die in die Vorstellung kommen, etwas mit den Dingen anfangen können, die ich erzähle. Da ich persönliche Dinge verarbeite, ist es dann schon eine Bestätigung, wenn hinterher Leute zu mir kommen und sagen, dass sie die eine  oder andere Situation auch aus ihrem Leben kennen.

Inwieweit verändert sich Ihr Programm im Laufe der Zeit?

Eigentlich ist es an jedem Abend anders. Es gibt zwar einen roten Faden im Programm, aber ich reagiere auch gern auf das Publikum und interagiere auch häufig mit den Menschen im Saal. In der Stand up-Comedy ist es ja gerade das Schöne, dass man nicht auf seinen Text festgelegt ist.

Auf Ihrer Facebook-Seite gehen Sie offen mit Beschimpfungen oder schlüpfrigen Andeutungen um. Wieso haben Sie sich dazu entschieden?

Ich war eigentlich davon ausgegangen, dass jeder weiß, dass man mit solchen Dingen leben muss, wenn man in der Öffentlichkeit steht. Doch in einigen Gesprächen habe ich dann erfahren, dass es einigen Leuten gar nicht so klar ist. Deshalb habe ich mich entschieden, mal ein paar Beispiele aufzuführen. Allerdings mache ich das anonymisiert. Ich würde nie Lacher auf Kosten von anderen provozieren, auch auf der Bühne nicht.

Eine Frage kann ich Ihnen nicht ersparen: Die beiden Piercings in Ihrem Ausschnitt: Haben Sie sie für Ihr Programm machen lassen?

Nein. Es war wirklich so, dass ich mit 24 Jahren so naiv war, zu glauben, wenn ich mir an dieser Stelle Piercings machen lasse, dann wird da mehr hingeschaut. Das ist allerdings komplett nach hinten losgegangen. Jetzt wird zwar auch geschaut, aber aus einem anderen Grund, als ich es eigentlich wollte. Und jetzt lasse ich sie schon aus Tradition da, wo sie sind.

Helene Bockhorst: „Die fabelhafte Welt der Therapie“. Mittwoch, 22. Mai, 20 Uhr, CD-Kaserne. Karten für 19 Euro (Abo Kultur querbeet), 23 Euro Vorverkauf, 21 Euro CZ-Abomax, 15 Euro Schüler & Studenten bím Ticketcenter der Celleschen Zeitung, Bahnhofstraße 1, in der CD-Kaserne oder unter querbeet.reservix.de.

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